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Wie wirksam sind Hühnersuppe und Vitamin C bei einer Erkältung?

Die Erkältungswelle breitet sich immer weiter aus. Was hilft wirklich, wenn es Dich erwischt hat und wie gut sind Hühnersuppe, Zwiebelsaft und Vitamin C? Von diesen Hausmitteln solltest Du besser die Finger lassen...

Mythos 1: Krank durch Kälte

Verantwortlich für eine Erkältung oder Grippe sind Viren, nicht das kalte Wetter. Kämpft der Körper bereits mit einer beginnenden Infektion und friert dann stark, kann dies die Erkältung beschleunigen, so Martin Scherer, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. 
 

Mythos 2: Hühnersuppe hilft 

Soviel sei bereits verraten: Schneller gesund wird man nicht, wenn man eine selbstgekochte Hühnersuppe während eines Infekts isst, so der Allgemeinmediziner Scherer. Fakt ist aber, dass sich viele kranke Menschen besser fühlen, wenn sie eine warme Hühnersuppe essen. Die Wärme tut dem Körper gut und wirkt schleimlösend.
 

Mythos 3: Zwiebelsaft oder -sirup gegen Husten

Als Hausmittel sehr beliebt: Die Zwiebel. Im Säckchen soll sie bei Ohrenschmerzen helfen und als Sirup Husten lindern. Die Knolle hat eine antimikrobielle Wirkung, die Krankheitserreger abwehren soll. Bisher ist ihre Heilwirkung aber nicht sicher belegt. "Im besten Fall lindert ein Zwiebelsaft, -tee oder -wickel die Beschwerden ein wenig, was aber nur schwer von einem Placeboeffekt zu unterscheiden ist", sagt Scherer.

 



 

Mythos 4: Viel Vitamin C hilft viel

Der tägliche Bedarf an Vitamin C lässt sich mit einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung ausreichend decken. Vor allem in Kiwis und Orangen ist viel des Vitamins enthalten. Studien haben belegt, dass mehr als der benötigte Tagesbedarf einer Erkältung nicht vorbeugen kann. Der Körper scheidet zusätzliches Vitamin C ohnehin aus. Ist die Dosis allerdings deutlich zu hoch, riskiert man die Entstehung von Nierensteinen. 

 

Mythos 5: Saunieren schützt 

Nur wer regelmäßig in die Sauna geht, stärkt sein Immunsystem. Dies sei eine der wenigen vorbeugenden Maßnahmen, so der Experte. Wer aber schon erkältet ist, darf keinesfalls in die Sauna gehen. Dies belastet den Körper zusätzlich.

 

Mythos 6: Heiße Zitrone und Milch mit Honig lindern Beschwerden

Ganz im Gegenteil: Zum einen reizt die Säure in dem heißen Zitronen-Getränk die Rachenschleimhaut, zum anderen bildet die warme Milch zusätzlich Schleim. Wer krank ist, sollte dennoch viel trinken. Tee und Wasser reichen hierbei völlig aus. Verzichten sollte man jedoch auf schwarzen oder grünen Tee, aufgrund des enthaltenen Koffeins.

 



 

Mythos 7: Frei verkäufliche Medikamente helfen ebenfalls 

Es gibt kein Allheilmittel, das die Dauer eines grippalen Infekts verringert. Gegen die Symptome helfen allenfalls Nasentropfen oder Halstabletten. Auch Schleimlöser können bei Husten Linderung bringen. Schmerztabletten können bei Gliederschmerzen oder Fieber angewendet werden.

 

Mythos 9: Antibiotika sind nicht schädlich

Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infekten. Eine Erkältung oder Grippe wird aber durch Viren ausgelöst. Nimmt man trotzdem während einer Erkältung Antibiotika zu sich, kann dies zu Durchfall oder anderen Magen-Darm-Beschwerden führen. Die Medikamente sollten nie leichtfertig eingenommen werden, denn manche Menschen reagieren darauf sogar allergisch.

 

Mythos 10: Nasenspray macht süchtig

Eine Abhängigkeit ist nicht direkt belegt. Benutzt man Nasenspray aber zu häufig, gewöhnt sich die Nasenschleimhaut an den Zustand und schwillt im schlechtesten Fall immer wieder an. Die Folge kann ein Dauerschnupfen sein. Damit die Schleimhaut dann wieder abschwillt, muss erneut zum Nasenspray gegriffen werden. Daher sollte ein solches Spray nicht länger als fünf Tage in Folge verwendet werden.

 

Viele Mittel lindern nur die Symptome, sind aber nicht wirksam gegen eine Erkältung. Am effektivsten ist es jedoch sich zu schonen, ausreichend zu schlafen, viel zu trinken und frische Luft zu tanken.

 

Quelle: Stern

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