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Auwaldzecke macht sich in Deutschland breit

Diese Zeckenart ist für Menschen gefährlich!

Ein Stich der Auwaldzecke kann bei Menschen gefährliche Krankheiten verursachen. Bislang war diese Zeckenart in Deutschland eher unbekannt.

Zeckenbiss löst Fleckfieber aus

Eine in Deutschland bislang unbekannte Zeckenart ist auf dem Vormarsch: die Auwaldzecke. Sie kann gefährliche Krankheitserreger übertragen. Bisher waren vor allem Hunde von Auwaldzecken befallen. Ein erfolgreicher Angriff des infizierten Blutsaugers kann bei den Vierbeinern zur gefährlichen Babesiose, auch Hundemalaria genannt, führen. Deshalb sollten Hunde grundsätzlich nach jedem Spaziergang umfassend auf Zecken untersucht werden.

Aber auch für Menschen ist diese Zeckenart nicht ganz ungefährlich: Die Rickettsien-Bakterien, die die Zecke mit sich trägt, können das bei uns seltene Fleckfieber auslösen. „Diese Krankheiten sind in Deutschland bisher unbekannt“, erklärt Dr. Thomas Talaska, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie das Problem auf dem Online-Portal Zecken.de. „Infektionen durch Rickettsien sind nicht leicht zu bestimmen. Die Krankheitsbilder können sehr stark variieren. Mediziner müssen nach einem Zeckenstich bei unklarer Diagnose nun auch solche seltenen Infektionen in Betracht ziehen.“

Mit Hunden eingeschleppt

Die Auwaldzecke lebte bisher in Norditalien, Österreich und Ungarn sowie in osteuropäischen Ländern, aber auch in den Vereinigten Staaten ist sie verbreitet. Wie der Name bereits verrät, bevorzugt sie feuchte Gebiete, wie Auen und Moore.

Vor etwa 35 Jahren fand man in Deutschland erstmals vereinzelt Auwaldzecken im Raum Leipzig. Damals wurde angenommen, dass Zugvögel diese Zeckenart aus süd- und osteuropäischen Ländern importiert hatten. Seit einigen Jahren kommt es nun zu einem verstärkten Aufkommen dieses Blutsaugers, heißt es auf dem Online-Portal Zecken.de. Teilweise soll die Zecke durch Hunde eingeschleppt worden sein, die mit Herrchen einen Urlaub im Mittelmeerraum verbracht haben. Die Zeckenart kommt bislang insbesondere in  Gebieten rund um Berlin, Frankfurt und Magdeburg sowie Leipzig und Tübingen.

So erkennt ihr die gefährliche Auwaldzecke

Wer etwas genauer hinschaut, erkennt diese Zeckenart an ihrem hellen Rückenschild mit braunen Streifen. Weibchen weisen außerdem Tüpfelungen auf ihrem Rücken auf, Männchen hingegen eine blaugraue Zeichnung. Deshalb nennen Experten die Auwaldzecke häufig auch Buntzecke. Zudem ist sie deutlich größer als die in Deutschland heimische Holzbock-Zecke.

Im Gegensatz zum Gemeinen Holzbock ist die Auwaldzecke aggressiv und lauffreudig. Sie wartet nicht passiv am Grashalm hängend auf ihr Opfer, sondern geht aktiv auf Beutesuche.

Quelle: zecken.de