Mückentich
picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke
Mückentich
Jeder 5. Mensch ist ein Mücken-Magnet!

Mücken-Opfer: Warum werde immer nur ich gestochen?

Du hast das Gefühl, dass es Stechmücken immer nur auf dich absehen? Liegt's an deinem süßen Blut? Tatsächlich sind manche Menschen echte Mücken-Magnete, während andere nichts abbekommen.

Magische Anziehungskraft auf Mücken

Im Sommer ist ein Insektenstich manchmal nur einen Mückenflügelschlag entfernt. Diese Szene kommt dir bestimmt bekannt vor: Du sitzt gemütlich mit Freunden im Biergarten, lässt die Seele an einem See baumeln oder versuchst gerade einzuschlafen. Doch alles, was du hörst, ist das Summen der kleinen Blutsauger, die dich mal wieder stechen wollen. Du wedelst wie wild um dich, um sie loszuwerden, doch im nächsten Moment bist du bereits völlig zerstochen. Die Entspannung ist jedenfalls schnell dahin. Doch warum werden manche Menschen IMMER wieder gestochen, während andere IMMER verschont bleiben? Behauptet wird dann oftmals, dass diese Personen "süßes Blut" haben und deshalb zum wahren Mücken-Magneten werden.

Körpergeruch spielt große Rolle

Während die einen von den bissigen Tierchen regelrecht attackiert werden, scheinen andere geradezu immun gegen sie zu sein. Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa jeder fünfte Mensch die Stechmücken quasi magisch anzieht und dagegen meist gar nichts tun kann. Das liege mitunter am Körpergeruch, der das Mückenstich-Risiko beeinflusst. Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, ob jemand gut oder übel riecht, sondern auf die spezielle Zusammensetzung des körpereigenen Geruchs, die wiederum mit den Genen zusammenhängt. 

Gene bestimmen Risiko für Mückenstiche

Laut einer Studie aus Großbritannien und den USA wurde erstmals nachgewiesen, dass die Gene das Risiko bestimmen, ob jemand gestochen wird. Dabei hänge das Risiko etwa so stark von der Vererbung ab wie Körpergröße oder Intelligenz.

Neben den Genen spielen aber auch Faktoren wie Stoffwechsel, Körpertemperatur und in erster Linie die Bakterien, die sich auf der Haut befinden, eine Rolle, ob die Schnaken angreifen. 

Sportlerinnen und Sportler, die viel schwitzen, gelten zum Beispiel als die perfekten Mückenopfer. Während des Trainings produziert der Körper nämlich Milchsäure, die vor allem über den Schweiß ausgeschieden wird – und genau der lockt Schnaken in Scharen an.

Doch neben der Milchsäure reagieren die Tierchen auch auf Harnsäure, Ammoniak und andere Stoffwechselprodukte, die der Körper über die Schweißdrüsen absondert. Wer körperlich aktiv ist, muss sich somit nicht wundern, wenn er den ein oder anderen Stich abbekommt.

Stechmücken bevorzugen Schwangere und große Menschen

Vor allem große Menschen, die besonders viel Kohlendioxid durch die Atmung und die Haut ausstoßen, werden von den Insekten bevorzugt. Frauen, die ein Kind erwarten, machen ebenfalls häufiger Bekanntschaft mit ihnen. Auch hier spielt das vom Körper ausgehende Kohlendioxid eine Rolle. Immerhin muss eine Schwangere für zwei atmen und hat einen tendenziell voluminöseren Körperbau. Kleine, zierliche Menschen haben somit einen klaren Vorteil.

Besonders lecker: Blutgruppe 0

Japanische Forschende konnten in einer Studie feststellen, dass Mücken vor allem Menschen mit der Blutgruppe 0 sehr anziehend finden. Für ihre Versuche wurden asiatische Tigermücken auf freiwillige Probanden losgelassen. Nach 64 Durchgängen stand schließlich fest, dass Menschen mit der Blutgruppe 0 doppelt so häufig gestochen worden sind, wie Menschen mit der Gruppe A oder B.

Für das Verhalten der Tiere gibt es laut den Experten auch eine Antwort. So zeigen etwa 85 Prozent aller Menschen über chemische Botenstoffe auf der Haut, welches Blut in ihren Adern fließt. Die restlichen 15 Prozent, die diese Signale nicht aussenden, werden von den Mücken schlichtweg in Ruhe gelassen und gar nicht erst wahrgenommen. Egal ob sie Blutgruppe 0, A oder B haben.

So schützt du dich vor den Blutsaugern

Um sich vor fiesen Stichen zu schützen, kann man einiges tun. Neben Fliegenschutzgittern, Anti-Mücken-Sprays und ätherischen Ölen hilft die richtige Kleidung. Helle, luftige Textilien wirken wie ein unsichtbares Schutzschild, wohingegen schwarze Kleidung ein echter Mücken-Magnet ist.

Lieber kein Alkohol

Wer im Sommer gerne mal ein Bier oder einen Cocktail trinkt, muss sich auf den Besuch der ein oder anderen Mücke einstellen. Die scheinen Alkohol zu lieben und die damit verbundenen Ausdünstungen über Atmung und Haut. Also lieber hin und wieder auf den ein oder anderen Drink verzichten, wenn man juckenden Stichen vorbeugen möchte.
 

Quelle: Zeit, Welt, Freundin

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