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Bei diesen Symptomen sofort den Notarzt rufen

Viele Menschen von der Südpfalz bis nach Köln sind sich unsicher, wann es angebracht ist, einen Rettungswagen zu rufen. Ein Notarzt erklärt, bei welchen Symptomen dringend die 112 gewählt werden sollte.

Bundesarzt gibt wertvolle Tipps

Wann soll, darf oder muss ich einen Rettungswagen rufen? Die Frage, wann wirklich die Hilfe eines Notarztes angefordert werden muss, stellt viele vor große Probleme. Oft hat das negative Folgen: Nicht selten wird die 112 gerufen, wenn eigentlich auch ein Hausarzt helfen könnte. Doch die Unwissenheit führt auch dazu, dass Patienten zu lange warten, ehe sie den Rettungsdienst verständigen. Das kann in manchen Fällen sehr gefährlich werden.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Mensch in Lebensgefahr schwebt, sollte unverzüglich ein Notarzt gerufen werden, erklärt Professor Peter Sefrin, Bundesarzt beim Deutschen Roten Kreuz, gegenüber dem Stern. Das sei immer dann der Fall, wenn die "vitalen Funktionen" des Patienten gestört oder ausgefallen seien - "sprich Bewusstsein, Atmung oder Kreislauf".

Oft ist genau das für den Laien schwer einzuschätzen. Diese Übersicht soll Dir daher eine grobe Orientierungshilfe geben:

 

Ist der Patient bei Bewusstsein?

"Eine Bewusstseinsstörung liegt vor, wenn der Patient auf Ansprache oder Schmerzreize nicht mehr reagiert und der Körper erschlafft ist", erklärt Peter Sefrin im Stern-Interview. "Regt sich der Patient nicht mehr, ist das ein Zeichen von Bewusstlosigkeit. Dieser Zustand ist besonders gefährlich. Wenn der Betreffende auf dem Rücken liegt, fällt die Zunge zurück und verlegt die Atemwege. Auch können Fremdkörper wie Mageninhalt oder Blut in die Lunge gelangen. Es droht ein Atemstillstand, der zum Tod des Patienten führen kann."

 

Das sagt die Atmung über den Gesundheitszustand aus

"In der Notfallmedizin unterscheiden wir zwei verschiedene kritische Zustände: die Atemstörung und den Atemstillstand. Eine Atemstörung liegt vor, wenn der Patient zu langsam atmet und nicht genügend Sauerstoff bekommt“, erklärt der Experte. Auch eine schnelle Atmung sei problematisch: „Sie führt dazu, dass es im Körper zu einem Abfall von Kohlenstoffdioxid kommt. Die Atmung kann auch durch Fremdkörper behindert sein. Atmet der Patient ein und entsteht dabei ein pfeifendes Atemgeräusch, ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Fremdkörper in die Lunge gelangt oder es besteht eine Schwellung in den Atemwegen. Ein Pfeifen beim Ausatmen deutet meist auf einen Asthma-Anfall hin. Diese Symptome sind auch für einen Laien gut zu erkennen."

 

Kreislauf läuft nicht rund

"Eine Kreislaufstörung entsteht, wenn der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig ist. Ein sehr niedriger Blutdruck deutet auf einen Schock hin: Der Patient ist extrem blass, es bilden sich Schweißperlen im Gesicht, er kann sich bläulich verfärben. Ein extrem hoher Blutdruck äußert sich durch eine hochrote Gesichtsfarbe und kann zum Schlaganfall führen. Viele Erkrankungen können zu einem plötzlichen Kreislaufstillstand führen. Der Puls ist dann nicht mehr tastbar."

 

Ist ein Körperteil gelähmt?

"Plötzlich auftretende Lähmungen deuten fast immer auf einen Schlaganfall hin. Von der Lähmung kann ein Fuß, eine Hand oder eine gesamte Körperhälfte betroffen sein. Die Störung kann auch das Gesicht betreffen: Es wirkt schief, der Mundwinkel hängt, das Augenlid ist einseitig geschlossen. Die Sprache ist verwaschen und es können Sehstörungen auftreten.“

 

Bei diesen Schmerzen sollte der Rettungswagen gerufen werden

Der Bundesarzt des DRK weiß: "Nicht jeder Schmerz ist automatisch ein Fall für den Notarzt. Die 112 sollte nur bei Schmerzen gerufen werden, die plötzlich auftreten und heftig sind. Der Laie würde sagen: ein nicht auszuhaltender Schmerz. Dabei spielt es keine Rolle, wo der Schmerz auftritt. Heftige, akute Kopfschmerzen können auf eine Blutung im Gehirn hinweisen. Ein akuter Schmerz im Brustbereich auf einen Herzinfarkt, kaum auszuhaltende Schmerzen im Bauchbereich auf eine Thrombose im Bereich der Darmschlingen. Nehmen die Schmerzen dagegen allmählich zu und steigern sich im Laufe einiger Tage, handelt es sich in der Regel um keinen akuten Notfall. Die Symptome sollten aber dennoch zeitnah beim Hausarzt oder mit Hilfe des vertragsärztlichen Bereitschaftsdienstes (Nummer 116 117) abgeklärt werden."

 

Richtiges Verhalten bei starken Blutungen

"Ein Fall für den Notarzt ist eine Blutung immer dann, wenn der Patient viel Blut verliert und Kreislaufprobleme entwickelt. Junge Patienten sind ein Sonderfall: Sie sind in der Lage, größere Blutverluste über einen längeren Zeitraum zu kompensieren, ohne Beschwerden mit dem Kreislauf zu bekommen. Dann muss auf die Menge der verloren gegangenen Blutmenge geachtet werden: Ab einer Menge von mehr als 500 Millilitern wird es kritisch. Prinzipiell ist es bei einem starken Blutverlust wichtig, den Notruf lieber einmal zu viel als einmal zu selten gerufen zu haben. Dasselbe gilt für Bluthusten, wenn größere Mengen Blut verloren gehen", sagt der Experte.

 

Prinzipiell gilt: Patienten, die nicht akut in Lebensgefahr schweben, können sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Dieser ist auch außerhalb der ärztlichen Sprechstunden unter der 116 117 (bundesweit, ohne Vorwahl) zu erreichen.

 

Quelle: Stern

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