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Vater sammelt Geld für kranke Tochter, doch sie ist kerngesund!

Mehrere Monate soll ein Mann aus Mönchengladbach Geld für seine angeblich krebskranke Tochter gesammelt haben. Doch wie sich nun herausstellte, ist das Mädchen kerngesund.

Vater erschwindelt sich 20.000 Euro

Wie RP-Online berichtet, hatte der 41-Jährige auf sozialen Netzwerken über das „Schicksal“ seiner Tochter berichtet und bat um Spenden. Er behauptete, dass das kleine Mädchen an einer seltenen Leukämieerkrankung leide. Die einzige Überlebenschance für Amelie, sei eine alternative Heilmethode, die in Deutschland nicht von der Krankenkasse bezahlt werde, und 15.000 Euro koste. Unter der Überschrift „Papa hilft dir“ rief er zu Spenden auf. Mindestens 160 Menschen vertrauten dem Mönchengladbacher und schenkten ihm Geld aus Mitleid. Jan Steils, Sprecher der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft schätzt, dass dabei ca. 20.000 Euro zusammen kamen.

 

Nachbarn werden stutzig: Verdächtiger kauft sich neue Drohne und Auto

Der Betrug ereignete sich bereits von November 2017 bis Mai 2018. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen Verdachts auf Betrug und Urkundenfälschung. Ebenso wird seine neue Frau verdächtigt.

Die Mutter lebt mit Amelie in einer anderen Stadt und bekam zufällig durch die sozialen Netzwerke mit, dass Bilder ihrer Tochter öffentlich im Internet gepostet wurden. Sie erstattete sofort Anzeige. Insgesamt liegen den Beamten 30 Anzeigen vor. Diese stammen fast ausnahmslos von Spendern aus ganz Deutschland. Etliche Geldgeber wurden stutzig als der 41-Jährige auf seiner Facebookseite seine neue Drohne präsentierte. Andere sahen den Mann mit einem nagelneuen Auto vorfahren.

 

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Ermittlungen gegen den Mönchengladbacher und seiner jetzigen Frau sind noch nicht abgeschlossen, berichtet RP Online weiter. Die Wohnung der beiden wurde zweimal durchsucht. Dabei wurden Beweismittel, wie Laptops und Unterlagen sichergestellt. Der Staatsanwalt sagte, dass nun alles auswertet werden müsse. Der Beschuldigte schaltete einen Anwalt ein, äußerte sich selbst aber noch nicht zu den Vorwürfen.

Der 41-Jährige wurde bereits im November 2017 vorgeladen. Dort legte er eine „Patientenbescheinigung“ der Uni-Klinik Aachen vor, in der seine Tochter angeblich behandelt wurde. Die Ermittlungen wurden daraufhin eingestellt. Wenig später stellte die Polizei jedoch fest, dass das Schreiben gefälscht war. Ob und wann gegen das Paar Anklage erhoben wird, steht derzeit noch nicht fest.

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