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Mit "i-Kfz" kannst du dein Auto bald online zulassen

Nummer ziehen und ewig warten – das ist Alltag auf vielen Behörden in Deutschland. Wer sein Auto anmelden möchte, kann das aber bald auch online tun. Hier erfährst du, wie das neue Konzept funktioniert.

Keine nervigen Wartezeiten mehr

Wer sein Auto zulassen möchte, muss oft viel Geduld für den Behördengang mitbringen. Damit soll bald Schluss sein. Noch im Herbst beginnt die dritte Phase von i-Kfz. Bei diesem Verfahren geht es um die Online-Fahrzeugzulassung. Man soll also seinen Wagen künftig übers Internet anmelden, umschreiben und wieder zulassen können – ganz ohne lange Wartezeit. „Wir wollen weg vom Papierkram und lästigen Behördengängen hin zu einer modernen, digitalen Verwaltung“, erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

 

Phase eins und zwei erfolgreich

Teilweise funktioniert das Verfahren i-Kfz schon. Allerdings nur bei Abmeldungen oder Wiederzulassungen im selben Zulassungsbezirk. Um diese Themen drehten sich die Phasen eins und zwei der Neuerung. Bald soll dann aber alles funktionieren – von der Erstzulassung bis hin zur uneingeschränkten Wiederzulassung und der Umschreibung von Fahrzeugen sowie Adressänderungen.

 

Was du alles dafür brauchst

Ab Herbst soll es i-Kfz bundesweit geben. Kleiner Haken: Das Verfahren gilt nur für Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2015 erstmals zugelassen worden sind. Außerdem brauchen User mehr als nur einen Internetanschluss. Damit die Identifizierung der Personen funktioniert, benötigt man einen Personalausweis mit Onlinefunktion sowie ein Lesegerät oder ein Smartphone mit NFC-Chip, das die drahtlose Übertragung von Daten möglich macht. Nach der Online-Zulassung erfolgt der Datenabgleich mit dem zentralen Fahrzeugregister.

 

 

Vielleicht nicht Zeit - aber Nerven sparend 

In der Praxis gibt man nach der persönlichen Identifizierung dann diverse Daten ein, die vom System automatisch überprüft werden. Danach folgt die Zahlung und der Antrag wird von einem Sachbearbeiter überprüft. Per Post gibt es anschließend den Zulassungsbescheid, die Zulassungsbescheinigung I und II sowie die Plaketten für die Kennzeichen. Zeit sparst du dir damit nicht wirklich, denn bis du alle Unterlagen per Post erhältst, können locker zwei bis drei Tage vergehen. Was du dir allerdings wirklich sparst, ist die lästige Wartezeit in der Behörde. Das schont die Nerven und das Urlaubstage-Kontingent.

 

Ummelden funktioniert sofort

Wenn ein bereits zugelassenes Fahrzeug einfach umgemeldet wird, geht es schneller. Wenn jemand aus Hamburg in Berlin ein Auto mit Berliner Kennzeichen kauft, kann er Halterwechsel und Kennzeichenmitnahme komplett online erledigen. Über das Handy kann noch vor Ort der Antrag gestellt werden und den vorläufigen Zulassungsbescheid gibt’s dann ins elektronische Postfach. Das Auto ist also sofort zugelassen und der Autofahrer kann losfahren. Die restlichen erforderlichen Dokumente werden im Nachgang per Post zugeschickt.

 

Keine einheitliche Regelung bei den Plaketten

Das Aufkleben der amtlichen Prüfplakette sollen Autofahrer künftig selbst durchführen. Dafür soll von den Behörden eine genaue Anleitung verschickt werden, damit der Vorgang korrekt durchgeführt wird. Allerdings gibt es hier noch keine einheitliche Regelung. In manchen Zulassungsstellen werden die Autofahrer immer noch gebeten, mit den Nummernschildern auf der Behörde vorbeizukommen. In Hamburg kommen die Plaketten bereits mit Anleitung nach Hause.

 

Übergangsfrist bis Oktober

Nicht alle Zulassungsstellen haben aktuell die Möglichkeit, i-Kfz anzubieten. Um die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, gibt es eine Übergangsfrist bis Oktober. Mehr als 400 der insgesamt 431 Zulassungsbehörden bundesweit seien laut Bundesverkehrsministerium an das Verfahren angebunden. Bei den Prüforganisationen wie TÜV, Dekra oder KÜS würden die Voraussetzungen von so gut wie allen Anbietern erfüllt.

 

Quelle: Focus

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