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Frau rettet Hund aus heißem Auto und sorgt für Ärger

Eine Frau aus Fritzlar wurde bereits am Freitag auf einen Hund in einem aufgeheizten Auto aufmerksam. Nachdem sie das Tier befreit hatte, wurde ihr jedoch vorgeworfen, nicht richtig gehandelt zu haben.

Sie wollte nur helfen!

Nachdem die 25-Jährige ihren Wagen im hessischen Fritzlar abgestellt hatte, entdeckte sie einen kleinen Hund im daneben geparkten Auto - das Fahrzeug stand in der prallen Sonne. Der Mischling wirkte auf die junge Frau sehr erschöpft, hechelte stark und verkroch sich immer wieder unter einem Sitz.

Die 25-Jährige machte sich auf die Suche nach dem Fahrzeughalter, allerdings ohne Erfolg. Anschließend googelte sie mit ihrem Smartphone wie man sich in solch einer Situation verhalten soll. Da sie sich sehr unsicher war, sprach sie eine weitere Passantin an und erklärte ihr die Situation.

 

Frau hebt Kind durch Schiebedach

Die hinzugerufene Frau war empört und hob kurzerhand ihren Sohn durch das Schiebedach des Wagens. Das Kind öffnete die Tür von innen, sodass der Hund befreit werden konnte. Die beiden Frauen versorgten den Vierbeiner mit Wasser. Währenddessen benachrichtigte die 25-Jährige die Polizei.

Noch bevor die Beamten eintrafen, kamen die Besitzer zurück zu ihrem Fahrzeug – sie waren sich keiner Schuld bewusst. Die 25-Jährige schilderte der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen: „Ein Beamter fing sofort an mich anzugreifen. Er fragte mich, was mir einfallen würde, in solch einem Fall die Polizei zu rufen. Dem Hund gehe es ja gut. Er ließ mich gar nicht zu Wort kommen und beschuldigte mich, ich wollt mich nur wichtig machen.“

Letztendlich konnten die Hundehalter ohne Ermahnung weiterfahren. Die 25-Jährige plagt seit dem Vorfall ein schlechtes Gewissen. Zudem stellt sie sich die Frage, wie sie ansonsten hätte reagieren sollen.

 

Polizei rechtfertigt sich zu dem Vorfall

Die Polizei rechtfertigte die Kritik des Beamten. Sie erklärten, wer an heißen Tagen einen Vierbeiner in einem Auto entdeckt, solle versuchen, die Besitzer ausfindig zu machen und nur in Notfällen die Polizei rufen. Das Tier selbst zu befreien, sei erstmal keine Lösung.

 

Quelle: Hessische Niedersächsische Allgemeine / Focus

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