Schwindelanfälle? Das kannst du dagegen tun!

Schwindelanfälle kommen meist plötzlich. Experten gehen davon aus, dass fast jeder Dritte einmal in seinem Leben einen Schwindelanfall erleidet. Doch woher kommt das Sausen im Kopf und was kann man dagegen tun?

Wenn sich alles dreht

Wenn einem Schwarz vor Augen wird, sich alles dreht und man das Gefühl hat, den Boden unter den Füßen zu verlieren, ist das für den Betroffenen eine nicht enden wollende Odyssee. Schwindel kann plötzlich auftreten und ist im nächsten Moment wieder weg, doch das mulmige Gefühl bleibt. Die Ursachen für das unangenehme Drehgefühl können völlig unterschiedlich sein. So facettenreich der Ursprung ist, so wichtig ist es, in den jeweiligen Situationen richtig zu reagieren.

 

Niedriger Blutdruck

Wenn der Blutdruck abfällt oder Menschen grundsätzlich unter einem niedrigen Blutdruck leiden, kann das zu Schwindel führen. Betroffene sollten in solchen Fällen den Kreislauf in Schwung bringen. Frische Luft und leichte Bewegung bewirken da in Windeseile wahre Wunder. Alternativ kann man sich auch kaltes Wasser über die Unterarme laufen lassen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls enorm wichtig. Hilft alles nichts, sollten Schwindelgeplagte die Füße hochlegen und sich ausruhen.

 

Verspannungen im Nacken

Wenn die Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich verspannt ist, kann das ebenfalls zu Schwindel führen. Grund hierfür ist das Aussenden falscher Signale an das Gehirn.
Sitzt die Verspannung jedoch an der Halswirbelsäule, kann das zur Folge haben, dass die verhärtete Muskulatur auf die Blutgefäße drückt. Durchblutungsstörungen der Nervenbahnen im Gehirn sind die Folge. Ebenfalls ein Auslöser plötzlich auftretende Schwindelattacken.

Wärme löst Verspannungen: Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann deshalb ein Wärmekissen oder eine Wärmflasche schnelle Linderung bringen. Massagen helfen Betroffenen ebenfalls, schmerzhafte Verspannungen zu lockern. Manuelle Therapie beim Physiotherapeuten oder ein Besuch beim Osteopathen können ebenso helfen, Blockaden langfristig zu lösen.



 

Unterzuckerung

Wer unter Stress leidet und das Essen schlichtweg vergisst, dem wird schnell schwummerig. Schuld ist der rapide absinkende Blutzuckerspiegel, der den Kreislauf enorm belastet.

Betroffene sollten in solch einem Fall schnell etwas zu sich nehmen, um der Unterzuckerung entgegenzuwirken. Grundsätzlich sollte man jedoch darauf achten, regelmäßig zu essen. Wem das nicht möglich ist, der sollte immer einen Snack griffbereit haben. Nüsse, eine Banane oder ein Apfel helfen im Ernstfall sofort.

 

Ohrenkrankheiten

Das Innenohr ist für unseren Gleichgewichtssinn verantwortlich. Ohrerkrankungen wie eine Mittelohrentzündung oder Morbus Menière können deshalb der Grund für plötzlich auftretenden Schwindel sein. Wenn das Benommenheitsgefühl in Verbindung mit Ohrenschmerzen auftritt, sollten Betroffene Hilfe bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt holen.

 

Wenn der Ursprung in der Psyche sitzt

Menschen, die unter einer Angststörungen oder Panikattacken leiden, sind häufig mit Schwindel konfrontiert. Diese unangenehme Begleiterscheinung lässt sich auf einen erhöhten Adrenalin-Spiegel zurückführen. Eine Verhaltenstherapie kann in diesem Fall schnelle und wirkungsvolle Erfolge erzielen.

Grundsätzlich gilt: Wer häufig unter Schwindel leidet, sollte seinen Hausarzt aufsuchen. Nur so ist es möglich, eine sicherer Diagnose zu bekommen, um den Schwindel unter ärztlicher Aufsicht zu behandeln.



 

Quelle: Wunderweib

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