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Morbus Crohn: Wie gefährlich ist diese Darmkrankheit?

Morbus Crohn ist ebenso wie Colitis Ulcerosa eine nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Die genaue Ursache, weshalb gewisse Menschen an dieser erkranken, ist bislang unklar. Betroffene leiden unter den Beschwerden zumeist schwer. Doch wie gefährlich ist die Darmkrankheit wirklich?

Inhalt

 


 

Auslöser unbekannt

Morbus Crohn-Patienten leiden in vielen Fällen unter den starken Durchfällen, die ihren Alltag begleiten und stark belasten. Nach heutigem Stand der Forschung ist die genaue Ursache für Morbus Crohn (MC) weiterhin unbekannt, weshalb im Umkehrschluss eine Heilung selten möglich ist.

Als auslösender Faktor wird unter anderem eine genetische Vorbelastung gesehen. So tragen viele Patienten ein verändertes Gen in sich. Doch auch eine veränderte Darmschleimhaut, der es schwer fällt, Bakterien abzuwehren, wird als Ursache gesehen. Des Weiteren wird ein Befall von bestimmten Bakterien im Darm, ein übermäßiger Nikotinkonsum, psychosomatische Belastungen und eine übertriebene und damit Darmschleimhaut schädigende Hygiene als mögliche Auslöser für die chronische Entzündung des Verdauungstraktes gesehen.

Mediziner und Wissenschaftler sind sich einig, dass es generell nicht einen konkreten Auslöser gibt, sondern es ein Zusammenspiel von mehreren vielleicht noch unbekannten Parametern ist, der dazu führt, dass sich die Krankheit entwickelt.

 



 

Anzeichen: So äußert sich die Krankheit!

Betroffene leiden zumeist unter starkem Durchfall, der auch blutig sein kann. Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit sowie Gewichtsverlust, Übelkeit und Erbrechen gehen mit der Krankheit einher. Abszesse am After, eine Veränderung des Hautbildes sowie Entzündungen der Augen und Gelenkbeschwerden können ebenfalls auftreten.

Die enormen Beschwerden, die Morbus Crohn mit sich bringt, kann zusätzlich eine Depressionen auslösen. Außerdem können sich Ängste und psychische Störungen entwickeln. Infolgedessen kann sich die Krankheit jedoch verschlimmern und sollte unbedingt behandelt werden.

 

Diagnose: So wird die Erkrankung festgestellt!

Treten die oben genannten Symptome auf und man bemerkt, dass etwas mit dem Darm nicht stimmt, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen. Oftmals bekommt man vom Hausarzt eine Überweisung zu einem Spezialisten, der die Diagnose dann stellen kann oder einen anderen Grund für die Beschwerden findet.

Um Morbus Crohn zu diagnostizieren können folgende Methoden angewandt werden: Ultraschall-Untersuchung, Blutuntersuchung, Röntgen, ein MRT, Darmspiegelung oder eine Entnahme und Untersuchung von Gewebeproben.

Oftmals werden zwei oder mehrere Methoden angewandt, um eine sichere Diagnose zu treffen. Grund hierfür ist auch, dass MC von den Ärzten oft mit Colitis Ulcerosa verwechselt wird.

Bei dieser ebenfalls chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ist jedoch nur der Dickdarm betroffen und die Entzündung beschränkt sich auf die dortige Darmschleimhaut, wohingegen bei Morbus Crohn der gesamte Verdauungstrakt, vom Mund bis zum After, betroffen ist.

Wird die Diagnose sicher gestellt, sollten sich Betroffene jedoch immer eine Zweitmeinung einholen.

 



 

Therapie: Wie kann die Krankheit behandelt werden?

Da eine Heilung selten möglich ist, gibt es zwei Arten von Therapien. Zum einen bei einem akuten Schub oder aber um Schübe zu verringern und deren Intensität abzuschwächen.

Während eines Schubes können folgende Methoden angewandt werden: Sondennahrung, um den Darm zu entlasten und gleichzeitig eine Nährstoffversorgung zu garantieren. Entzündungshemmende Medikamente wie beispielsweise Cortison, der Einsatz von Antibiotika gegen Bakterien und im schlimmsten Fall kann es zu einer chirurgischen Entfernung betroffener Darmabschnitte kommen.

Um die Häufigkeit und Intensität der Schübe zu verringern, gibt es eine Reihe weiterer Maßnahmen, die von Seiten des behandelnden Arztes getroffen werden kann. Zum einen kann es zum Einsatz von Immunsuppressiva kommen. Dabei handelt es sich um Medikamente, die übermäßige Reaktionen des Immunsystems verhindern. Außerdem können entzündungshemmende Medikamente, Trinknahrung gegen Nährstoffmangel oder aber auch eine Psychotherapie verschrieben werden.

Bei der Behandlung von MC-Patienten gilt, je mehr Methoden zur Anwendung kommen, desto besser. Dieses Vorgehen ist der Tatsache geschuldet, dass die Ursache für den Ausbruch der Erkrankung bis heute nicht geklärt werden konnte. Ziel der Therapie ist es, Schübe zu verringern und Beschwerden bestmöglich zu lindern.

 

Alternativen zur Schulmedizin

Betroffene sollte immer von einem erfahrenen Arzt begleitet und entsprechend behandelt werden, da durch eine Mangelernährung ernsthafte gesundheitliche Schäden auftreten können. Alternative Behandlungsmethoden sollten daher nur ergänzend angewandt werden. Dabei können Akupunktur, eine spezielle Kohlenhydratdiät oder der Konsum von Cannabis helfen, die Beschwerden zu lindern. Der Besuch einer Selbsthilfegruppe kann ebenfalls helfen, einen routinierten Umgang mit der Krankheit zu finden.

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