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Wie gesundheitsschädlich sind Tattoos wirklich?

Neueste Studien belegen: Jeder fünfte Deutsche trägt Farbe unter der Haut. Tendenz steigend. Untersuchungen zeigen allerdings auch, dass die Farbpartikel der Tattoos regelrecht auf Wanderschaft gehen und sich gerne in den Lymphknoten ablagern. Kann das der Gesundheit dauerhaft schaden?

Jeder fünfte Deutsche ist tätowiert

Galten Tattoos früher als nicht besonders gesellschaftsfähig, hat sich das Blatt bis heute um 360 Grad gewendet. Mittlerweile ist jeder fünfte Deutsche tätowiert. Tendenz steigend.

Vor allem Frauen und ältere Menschen legen sich immer häufiger unter die Nadel. Der Körperkult kennt keine Grenzen mehr. Möglichst bunt, groß und einzigartig soll es sein. Doch neueste Untersuchungen zeigen, die Farbe landet nicht nur unter der Haut sondern verteilt sich im ganzen Körper und lagert sich letztlich in den Lymphknoten ab.

 

Die Folge sind bunte Lymphknoten

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Bundesinstitutes für Risikobewertung. Dabei wurde untersucht, in welchem Umfang sich Farbpartikel nach der eigentlichen Tätowierung im Körper ansammeln. Die Ergebnisse wurden dann in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

Demnach wird die Farbe beim Tätowieren tatsächlich nur in die oberste Hautschicht gestochen. Doch von dort aus wandern kleinste Partikel weiter durch den Körper. Verantwortlich ist hierfür das gesunde Abwehrsystem. Da der Körper die Farbpigmente als Fremdkörper sieht, transportieren Zellen diese weiter in das Lymphsystem. Von dort geht die Reise weiter in die Lymphknoten, wo sich die Nanopartikel ansammeln. Menschen mit der Vorliebe für bunte Tattoos haben demnach oft Lymphknoten in derselben Farbe ihres Körperschmucks.

 

Qualität spielt eine entscheidende Rolle

Inwieweit die Farbablagerungen in den Lymphknoten zur Gesundheitsgefahr werden, wurde in der Studie nicht abschließend geklärt. Wie giftig die Pigmente sind, hängt immer von der chemischen Zusammensetzung und der Qualität der Farbe ab.

Bei Verunreinigungen oder beispielsweise krebserregenden Bestandteilen wie Nickel oder Chrom ist Vorsicht geboten. Seriöse Studios bieten bereitwillig Auskunft über die verwendeten Farben, deren Zusammensetzung und mögliche allergische Reaktionen.

Grundsätzlich gilt, Qualität kostet Geld. Damit Tattoos nicht allzu schädlich für die Haut und die Gesundheit im Allgemeinen sind, ist es umso wichtiger, hochwertige Farben zu verwenden und sich mit dem Studio und dem Tätowierer auseinanderzusetzen.

 

Quelle: Wunderweib, Bundesinstitut für Risikobewertung

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