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Norovirus-Welle breitet sich aus: Das musst du jetzt beachten

Pünktlich zur kalten Jahreszeit breitet sich jedes Jahr das Norovirus von der Südpfalz bis nach Köln aus. Auch im Dezember sind die Fallzahlen wieder rasant angestiegen. Wir erklären, was man jetzt wissen muss.

Tausende betroffen

Mehr als 20.000 Fälle vermeldet das Robert-Koch-Institut, kurz RKI, bereits für 2018. Anfang Dezember stieg die Zahl der wöchentlichen Neuansteckungen der unangenehmen Brechdurchfall-Erkrankung erstmals auf über 2000 an. Im Vergleich zu den ruhigeren Wochen beispielsweise im Sommer, wo dem RKI etwa 500 Fälle gemeldet werden, ist das eine Vervierfachung.

 

Wo und wie genau wird das Virus übertragen?

Noroviren werden von Mensch zu Mensch übertragen. Sie gelten als hochansteckend und extrem resistent! Temperaturen bis zu 60 Grad sind für die Erreger kein Problem, sie überleben zudem mehr als zwölf Stunden auf Oberflächen. Selbst viele Desinfektionsmittel können gegen die Erreger nichts ausrichten.

Der Norovirus wird über den Stuhl oder Erbrochenes ausgeschieden und übertragen. Eine Übertragung über Tröpfchen, die sich beim Erbrechen bilden und in die Luft gelangen, ist ebenfalls möglich. Es wird zudem von Infektionen über verunreinigte Speisen, beispielsweise Salate oder Obst, gewarnt. 

Besonders tückisch: Erkrankte Personen sind bis zu 48 Stunden nach dem Abklingen der Symptome ansteckend. Im Stuhl können sie sich sogar bis zu zwei Wochen verbreiten!

 

Wie schütze ich mich?

Gerade jetzt im Winter ist unser Immunsystem häufig geschwächt und kann sich schlechter gegen Krankheitserreger schützen. Es sollte daher minutiös darauf geachtet werden, dass die Wäsche des Betroffenen immer sofort gewaschen wird – am besten bei 90 °C, damit alles abgetötet werden kann. Flächen und Gegenstände sollten mit Desinfektionsmitteln mit nachgewiesener viruzider Wirksamkeit gründlich geputzt werden. Auch eine Händedesinfektion – auch nach Abklingen der Symptome – ist unerlässlich.

 

Was tun, wenn es mich erwischt hat?

Bei einem leichten bis mäßigen Verlauf können Erkrankte zu Hause behandelt werden. Wichtig ist hier vor allem, den hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust wieder auszugleichen, da dies Bewusstseins- oder Herzrhythmusstörungen hervorrufen kann.

Säuglinge müssen vermehrt Muttermilch zu sich nehmen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollten Mineralwasser, ungesüßte Kräutertees oder eine dünne Brühe trinken. Außerdem soll immer wieder versucht werden, Kleinigkeiten zu essen, beispielsweise Zwieback. Bei einem stärkeren Verlauf empfehlen Ärzte Elektrolytlösungen aus der Apotheke zu trinken.

Generell gilt: Es ist nie verkehrt zum Arzt zu gehen. Vor allem bei Kindern und älteren Menschen ist Vorsicht geboten. Halten hier die Symptome länger an, muss für einen Flüssigkeitsersatz gesorgt werden. Eine Behandlung im Krankenhaus ist dann unumgänglich.


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