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Darum leiden aktuell so viele Allergiker

Heuschnupfen im Herbst - wie kann das sein?

Eigentlich ist die Heuschnupfen-Saison längst vorbei. Dennoch klagen aktuell viele Menschen über die klassischen Pollenallergie-Symptome. Ein Experte klärt auf, warum tatsächlich momentan ein hohes Heuschnupfen-Risiko besteht.

Trockenheit kann Allergie-Probleme auslösen

Heuschnupfen mitten im Herbst? Klingt seltsam, ist aber aktuell für viele Menschen deutschlandweit ein echtes Problem. Die Nase läuft, die Augen jucken und im Hals macht sich ein leichtes Kratzen breit. Normalerweise werden diese Symptome zur momentanen Jahreszeit keiner Pollenallergie mehr zugeordnet. Doch in diesem Jahr scheint das anders zu sein! Schuld daran ist der Hitze-Sommer, der uns wochenlang fest im Griff hatte. Vor allem die extreme Trockenheit begünstigt das Heuschnupfen-Problem.

Prof. Torsten Zuberbier, Leiter des Allergie-Centrums der Charité in Berlin, erklärt die Hintergründe: "Wir vermuten, dass durch die zerbröckelnden Blätter die gleichen allergenen Stoffe in der Luft freigesetzt werden, die sich auch in den Pollen befinden." Zwar gäbe es darüber noch keine verlässlichen Daten, "in aktuellen Projekten wird genau dieses Phänomen von uns erforscht", so der Experte.

Im Zweifelsfall lieber einen Arzt aufsuchen

Bei einer Pollenallergie entsendet der Körper der betroffenen Person "Kampfstoffe" aus, um gegen die vermeintlichen Feinde (Blütenstaub, Pollen, etc.) anzugreifen. Dadurch werden dann die typischen Heuschnupfen-Symptome ausgelöst.

Sollten die Beschwerden andauern und auch mit Hausmitteln oder Medikamenten aus der Apotheke nicht verschwinden, rät Zuberbier dazu sicherheitshalber einen Arzt aufzusuchen: " In 40 Prozent der unbehandelten Fälle kommt es zu allergischen Asthma-Erkrankungen".