Achtung: Erkältungsmittel beeinträchtigen Fahrtüchtigkeit

In der Erkältungszeit holen sich viele Menschen Arzneimittel zur Linderung aus der Apotheke. Was viele nicht wissen, ist, dass auch rezeptfreie Medikamente unser Reaktionsvermögen am Steuer eines Autos einschränken können. Und das kann gefährlich werden.

Einfluss auf die Fahrleistung

Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Benommenheit – das sind nur ein paar der möglichen Nebenwirkungen, die auch bei rezeptfreien Arzneimitteln gegen Erkältungen auftreten können. Passiert das im Straßenverkehr, ist das ganz und gar nicht gut. Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands warnt deshalb Autofahrer vor einer Fahrt unter Medikamenteneinfluss. Wichtig ist, dass du den Beipackzettel sorgfältig liest. Fallen dir dabei stärkere Nebenwirkungen auf, die deine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen könnten, solltest du besser auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Vor allem Antiallergika, Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure sowie Antidepressiva können einen Einfluss auf deine Reaktionsfähigkeit haben. „Viele Verbraucher unterschätzen das Risiko für ihre Fahrtüchtigkeit, wenn sie Grippemittel und andere Medikamente einnehmen“, erklärt Bühler gegenüber msn.

 



 

Kombination mit anderen Medikamenten

Wenn mehrere Medikamente im Spiel sind, läufst du Gefahr, Wechselwirkungen zu erleiden. Vor allem bei Arzneimitteln gegen Bluthochdruck, Depressionen, Epilepsie und Herzrhythmusstörungen ist die Gefahr einer Verstärkung von Nebenwirkungen besonders hoch. Das gilt auch dann, wenn du zusätzlich Alkohol trinkst – was beim Besuch eines Weihnachtsmarktes ja durchaus mal vorkommen kann.

Wenn du einen Unfall baust, drohen Bußgelder und der Entzug der Fahrerlaubnis, denn in Deutschland ist jeder für seine Fahrtüchtigkeit selbst verantwortlich. „Wer krank ist und Medikamente einnimmt, sollte genau überlegen, ob er sich fit genug fühlt, um mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad zu fahren“, empfiehlt Bühler.

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