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Stille Entzündungen: Unbemerkter Krankmacher in unserem Körper

Sogenannte stille Entzündungen schlummern unbemerkt unter unserer Haut, schwächen das Immunsystem und können unseren Körper sehr belasten. Diese unbemerkten Krankmacher können zum Beispiel durch die richtige Ernährung vermieden werden.

Entstehung der Entzündungen

Es ist ein mulmiges Gefühl, zu wissen, dass in unserem Körper Entzündungen schwelen, von denen wir gar nichts mitbekommen. Sie befallen unsere Fettzellen und setzen dort Entzündungsbotenstoffe frei. Das passiert meist dann, wenn wir zu viel von kohlenhydratreichen Lebensmitteln essen, erklärt Internistin Dr. Anne Fleck im Interview mit dem Magazin Brigitte. Durch diese Nahrungsmittel schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus: „Es schließt die Fettzelle auf und schiebt die Nahrungskalorien in die Zelle hinein. Wer sehr häufig sehr viele Kohlenhydrate zu sich nimmt, überfordert irgendwann seine Fettzellen. Sie werden immer voller und größer, bilden als Rettung für sich selbst schließlich als SOS-Reaktion eine Entzündung aus.“

 

Fatale Folgen im Körper

Passiert das, verkleben auf Dauer die Wände der Blutgefäße und es drohen Arteriosklerose, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Warnsignale von stillen Entzündungen sind ständige Müdigkeit, Erschöpfung sowie immer wieder auftauchende Erkältungen oder Infektionen. „Auch eine eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, eine niedrige Stresstoleranz und Reizbarkeit können Hinweise sein. Alarmzeichen sind ein Anstieg des Blutdrucks und des Nüchternblutzuckers“, erklärt die Internistin. Übergewicht ist jedoch kein klares Anzeichen von stillen Entzündungen. Auch schlanke Menschen können darunter leiden, wenn sie zu viel Fett- und zu wenig Muskelmasse haben.

 

 

Risikofaktoren für Entzündungen

Neben ungesunder Ernährung und zu wenig Sport entstehen die verborgenen Feinde  im Körper auch durch chronischen Stress. „Er produziert freie Radikale im Körper, die die Entzündungskaskade lostreten. Stresshormone wie Kortisol setzen weitere Entzündungsreize“, so Fleck. Auch Rauchen ist ein Risikofaktor. Und durch Entzündungen des Zahlfleischs, der Mundhöhle oder durch nicht ausgeheilte Nasennebenhöhlen- oder Mandelentzündungen können sie ebenfalls entstehen.

 

Vorbeugende Maßnahmen finden

Regelmäßige Bewegung, Stressvermeidung und die richtige Ernährung sind entscheidende Faktoren, um stille Entzündungen zu vermeiden. Auf den Teller gehören vor allem Ballaststoffe, gesunde Fette (z.B. Omega-3-Fettsäuren) und Gemüse. Kohlehydratreiche Mahlzeiten sollten nicht zu häufig verzehrt werden. Wichtig ist außerdem, dass man gründlich kaut, langsam isst und Pausen einhält, erklärt die Internistin. „Der Körper braucht Pausen, mindestens vier Stunden zwischen den Mahlzeiten, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Nachts sollten es mindestens zehn bis zwölf Stunden sein. Dann geht nämlich eine Putzkolonne durch den Darm und die Körperzellen und befreit die Zellen vom Zellschrott.“

 

Weniger Getreide essen

Weil Getreide viele Omega-6-Fettsäuren enthält, sollte es nicht zu häufig verzehrt werden. Denn die wirken entzündungsfördernd. Außerdem schießt der Blutzucker beim Verzehr ordentlich in die Höhe. Ob du zu Vollkornprodukten greifst, macht da auch keinen Unterschied mehr. Vollkornmehl hat lediglich mehr Ballaststoffe, wirkt aber dennoch im Körper so ähnlich wie Weizenmehl. Als Tipp empfiehlt die Expertin eher zu Brot aus grob gemahlenem Mehl mit Körnern, Samen und Nüssen zu greifen.

 

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