Eichenprozessionsspinner
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Eichenprozessionsspinner
Nesselnde Raupe breitet sich aus

Kampf gegen gefährlichen Eichenprozessionsspinner beginnt!

Die Raupe, die ab April schlüpft, sieht zwar harmlos aus, doch sie richtet Unheil an. Dabei ist nicht die Raupe selbst das Problem, sondern ihre Härchen, die Hautausschläge und Asthma auslösen können.

Gefahr für Mensch und Tier

Aus dem Mittelmeerraum kommend, ist die Raupe schon seit den Neunzigerjahren in Deutschland verbreitet. Aufgrund des milden und trockenen Wetters und weil die Raupe keine natürlichen Fressfeinde hat, überleben immer mehr Tiere und entwickeln sich besonders früh. Besonders stark vom Eichenprozessionsspinner betroffen sind die Gebiete entlang des Rheins, auch wenn die Raupe seit 2012 bundesweit vorkommt. In den letzten Jahren haben die Fälle, in denen der Eichenprozessionsspinner aufgetaucht ist, in Rheinland-Pfalz kontinuierlich zugenommen. 

Die Raupen schädigen nicht nur die Bäume, indem sie die austreibenden Blätter fressen, sondern sind auch für den Menschen gefährlich. Demnach setzen Städte im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner auf Prophylaxe. In Pirmasens wurde ein Spezialunternehmen beauftragt. Die Experten sprühten die Bäume auf Schulhöfen, Spielplätzen und dem Gebiet von Kindergärten mit einem biologischen Spritzmittel ein - ähnlich wie mit einer Schneekanone. Der Nebel sorgt dafür, dass die Raupen aufhören zu fressen und dann sterben. Für Menschen und Haustiere sei das Mittel unbedenklich, heißt es - der Eichenprozessionsspinner ist das hingegen nicht. Seine Härchen können Allergien und Asthma auslösen.

Haare können lebensgefährlich sein

Auf den ersten Blick sieht der Eichenprozessionsspinner wie eine harmlose Raupe aus, einzig die langen Härchen sind auffällig. Doch genau vor denen sollte man sich in Acht nehmen. Die vermeintlich flauschigen Borsten sind in Wirklichkeit giftige Nesseln. 

Fühlt sich die Raupe von einem Feind bedroht, wirft sie diese Härchen, die sogenannten Brennhaare, ab. Das darin enthaltene Nesselgift, Thaumetopoein, führt zu einer Reizung mit einem brennenden Schmerz. Dadurch wehrt die Raupe alle möglichen Fressfeinde ab und kann sich ungebremst vermehren. 

Da die Härchen leicht abbrechen können, können sie zu allergischen Reaktionen führen. Wenn die Brennhaare nun auf menschliche Haut treffen und dort dann eindringen, setzen sie sich mit ihren Widerhaken in den Schleimhäuten fest. Es entsteht eine lokale Schwellung, die Pusteln, Quaddeln oder die sogenannte Raupendermatitis auslösen kann. Gelangen sie ins Auge, ist eine Hornhautentzündung möglich. Neben einem starken Juckreiz, können die Härchen großen Schaden in den Atemwegen auslösen und zu Husten führen. Es kann zu asthmatischen Anfällen oder einer Bronchitis kommen.

Wirkung auf den Hund

Der Eichenprozessionsspinner ist nicht nur für den Menschen gefährlich, sondern auch für Tiere wie Hunde. Durch sein Fell ist er grundsätzlich besser geschützt, doch gefährlich wird es, wenn er sich putzt, sein Fell abschleckt und somit mögliche Brennhaare mit der Zunge aufnimmt und schluckt. Es kann zu einer allergischen Reaktion der Schleimhäute oder möglicherweise zu einer Atemnot kommen. Sollte dies der Fall sein, ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen. 

Um deinen Hund zu schützen, solltest du ihn in keinem Fall in die Nähe der Nester kommen lassen. Falls es trotzdem dazu kommt, solltest du mit ihm zum Tierarzt gehen.

So verhältst du dich nach dem Kontakt mit einer Raupe

Experten empfehlen Befallsgebiete zu meiden und seine Haut so gut es geht zu schützen. Falls es zu einem Kontakt mit Raupenhaaren kommt, sollten die Kleider sofort gewechselt und gewaschen werden und der Körper sowie die Kopfhaut gründlich abgeduscht werden. Nach der Dusche solltest du dich nicht abtrocknen, da du sonst übrig gebliebene Härchen auf deine Haut reiben könntest. Bei einer starken allergischen Reaktion muss ein Arzt aufgesucht werden.

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