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7 Geheimtipps

Tier: Schon alles in der Moselstadt gesehen? Von wegen!

Entdecke Trier jenseits von Porta Nigra & Co.: 7 echte Geheimtipps mit Weinviertel, Aussichten, Katzencafé, Moselfahrten & Festivals!

Trier ist eine bunte, lebhafte Stadt, die mit zahlreichen Überraschungen trumpfen kann. Wer denkt, schon alles gesehen zu haben, wird schnell eines Besseren belehrt. Doch wo sind die Sehenswürdigkeiten, Orte und Aktivitäten zu finden, die nicht auf dem Cover eines jeden Trier-Reiseführers abgebildet sind? So ziemlich überall! Ob ausgelassenes Feiern und Weingenuss im Stadtteil Olewig, ein romantisches Picknick auf dem Petrisberg, oder doch eher leckeres Essen im Katzen-Café in der Altstadt: Hier sind 7 Trier Geheimtipps, die eine Seite der Moselstadt offenlegen, die man ebenfalls erleben sollte.

1. Smarte Unternehmungen in Trier – Ausstellungen im Rheinischen Landesmuseum

Moment mal! Ein Museum als Geheimtipp für Trier? Unbedingt! Das Rheinische Landesmuseum für Archäologie in Trier bietet mehrere Ausstellungen, die über die klassische Museumserfahrung hinausgehen. Beispielsweise erleben Gäste unter dem Motto „Leben und Lieben im römischen Trier“ mit der Inszenierung Im Reich der Schatten ein einzigartiges audiovisuelles 360°-Erlebnis. In rund 45 Minuten folgen Zuschauer der Geschichte des Trierer Kaufmanns Gaius Albinius Asper und dem Götterboten Merkur in die Unterwelt. Die Kombination aus Geschichtserzählung, geborgenen Originalartefakten aus der Römerzeit und stimmiger Musik versetzen Besucher mit garantiert ins Staunen.

Ab 6 Jahren kann das Spektakel bewundert werden und ist somit als Unternehmung in Trier nicht nur für erwachsene Gäste, sondern auch für Familien und für Schulklassen bestens geeignet. Vorstellungen gibt es sowohl zu festen Zeiten, als auch im Rahmen von individuellen Sondervorstellungen.

Wer mehr über antike Sehenswürdigkeiten erfahren möchte, aber auch über Geschichten und Anekdoten über die Stadt an der Mosel, dem sei eine Stadtführung Trier mit einem lokalen Guide nahegelegt. 

2. Der Aufstieg zur Mariensäule – Ein echter Geheimtipp für Neuankömmlinge in Trier

Was muss man tun, um sich als „echten Trierer“ zu bezeichnen? Moselwein trinken? Ein Selfie vor der Porta oder der Karl-Marx-Statue? Alles gute Ideen! Aber die tatsächliche Feuerprobe ist der Aufstieg zur Mariensäule. Besonders beliebt unter Studierenden im ersten Semester, die gerade in die Römerstadt gezogen sind, ist es Brauch, den steilen Weg bei Dunkelheit und mit Wegbier und Snacks auf sich zu nehmen. Oben angekommen kann man dann stolz auf das Lichtermeer der Stadt und die Mosel blicken.

Doch auch am helllichten Tag und für Nicht-Studis ist die Mariensäule einen Besuch wert. Wegen der großen Unzufriedenheit der katholischen Gemeinde Triers im 19. Jahrhundert mit dem protestantischen preußischen Königtum, haben die Katholiken die Mariensäule sozusagen als Crowdfunding-Projekt aus den eigenen Reihen finanziert. Daher steht die Säule auch an ihrem jetzigen Ort, von dem aus sie nicht nur auf die gesamte Stadt, sondern vor allem auch auf die evangelische Konstantinbasilika herabsieht.

3. Trier Unternehmungen mit Flow – Tanzen in der ältesten Stadt Deutschlands

Wer Trier kennt, kennt auch die weltberühmte Konstantinbasilika. Was viele aber nicht wissen: Das Areal rund um das beeindruckende Bauwerk ist unter Trierern noch für ganz andere Dinge bekannt. Zum einen ist der Vorplatz der Basilika mit seinen flachen Treppen und Geländern in der Trierer Skater-Szene sehr beliebt. Schon von Weitem hört man das bekannte „Rollen“ der Boards und die szenetypische Musik aus den Boxen dröhnen.

Doch das ist noch nicht alles. Wer rechnet wohl damit, beim abendlichen Schlendern über den Vorplatz der Konstantinbasilika eine Gruppe von Menschen zu sehen, die dort zu lateinamerikanischen Klängen gemeinsam in den Abend tanzen? Jeden Donnerstag im Sommer und frei für alle, die Lust und Laune haben, findet hier das Social Dance Event statt. Auf dem Plan stehen abwechselnd Salsa, Bachata und Kizomba.

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4. Trier Geheimtipps für Leib und Seele – im Katzentempel schlemmen

Was gibt es Besseres, als leckeres Essen in gemütlicher Atmosphäre? Genau. Wenn man dabei in der Gesellschaft schnurrender Vierbeiner ist. Katzenfreunde aufgepasst! In der Trierer Brotstraße 6 wartet ein ganz besonderes Café auf tierliebe Gäste. Mit köstlichen veganen Speisen und jeder Menge Charme ist der Katzentempel eine tolle Station, um sich zu stärken und die Seele baumeln zu lassen. Nicht nur die Location selbst ist ein Geheimtipp, auch das Menü hat es in sich. Wie wäre es mit einem Crazy Cat Burger, einem „U-miau-mi“-Sandwich und als Dessert einem Raspurry Dream? All das, während die süßen Fellnasen auf ihre eigene Art mit von der Partie sind.

Besonders süß: Im Menü des Restaurants haben die Katzen eine eigene Seite, die ihre liebsten Streichel-Spots aufzeigt. Das sympathische, junge Team des Katzentempels ist mit Leib und Seele dabei und freut sich täglich auf jeden Besuch.

5. Auf dem Olewiger Weinfest Trier am Wochenende feiern

Ein Muss für echte Trierer und diejenigen, die es werden wollen. Schon seit 75 Jahren ist das Olewiger Weinfest ein fester Bestandteil Trierer Tradition und ausgelassenen Feierns. Während der Festivitäten ist die komplette Olewiger Straße gesperrt und zur Flaniermeile umfunktioniert. An jeder Ecke warten Weinstände lokaler Winzer, bei denen man sich unbedingt durchprobieren sollte. Zum geselligen Beisammensein laden urige Innenhöfe und Restaurants der Winzer ein. Besonders schön hierbei ist, dass wirklich ganz Trier zusammenkommt, Studis, Trierer Urgesteine sowie Einwohner und natürlich Gäste der Stadt.

Ein Tipp für Musikfans: Auf der Festwiese am Kloster gibt es ordentlich Live-Musik auf die Ohren. Wer das Glück hat, Trier während des Weinfestes zu besuchen, sollte auf jeden Fall mal in der Olewiger Straße vorbeischauen. Die Feier steigt jedes Jahr zwischen Ende Juli und Anfang August und ist der ideale Zeitvertreib, um Trier am Wochenende gebührend zu feiern.

6. Unternehmungen in Trier zu Wasser – eine Moselfahrt ab Zurlauben

Eine kleine Verschnaufpause von der Entdeckungstour gefällig? Nichts leichter als das! Bei einer Schifffahrt auf der Mosel sind Erholung und Entspannung angesagt. An der Anlegestelle Stadthafen im schönen ehemaligen Fischerviertel Zurlauben starten die kurzweiligen Moselrundfahrten ab Trier.

Zwischen urigen Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert und dem pittoresken Moselufer samt Promenade hat der Anbieter Personenschifffahrt Gebr. Kolb mehrere Touren für eine gebührende Auszeit auf der Mosel in petto. Trier wäre nicht Trier, gäbe es eine Römertour nicht auch vom Wasser aus. Bei der 2-stündigen „Auf den Spuren der Römer“-Tour geht’s vorbei an der Römerbrücke, entlang der Mariensäule und der Abtei St. Matthias Richtung Stadtteil Trier Ruwer. Der Turnus beinhaltet zwei bis fünf Fahrten täglich, deren genaue Zeiten auf der Homepage des Anbieters einsehbar sind.

Wer ein bisschen weniger Zeit auf der Mosel verbringen, aber dennoch ausspannen will, ist mit der einstündigen Panoramafahrt gut bedient. Sie nimmt Gäste mit Richtung Trier Pfalzel, vorbei an den beeindruckenden roten Sandsteinfelsen.

7. Trier Geheimtipps abseits der Stadt – Petrisberg und Zurlaubener Ufer

Eine Aussicht bis nach Luxemburg! Steht der Sinn eher nach Natur und Panorama, heißt es: auf zum Petrisberg. Er ist nicht nur ein eindrucksvoller Aussichtspunkt, sondern auch ein guter Ort, um ein Wochenende in Trier gemütlich zu starten. Früher als militärischer Stützpunkt genutzt – und zwar zuerst von den Römern, dann auch von der Wehrmacht – geht es heute weitaus friedlicher auf dem Petrisberg zu. Mit dem Blick auf das schöne Moseltal und die Kürenzer und Olewiger Weinrebenhänge ist der Petrisberg ein waschechtes Aussichts-Highlight, und das fernab des gängigen Tourismus. Ein echter Geheimtipp für Trier eben. Also: Picknick einpacken und los. Übrigens: Sehr beliebt ist die Aussichtsplattform Petrisberg auch bei Paaren jeglichen Alters. Nicht umsonst gilt der Aussichtspunkt als Triers Lovers' Lane! 

Soll der Picknickspot doch etwas näher an der Mosel sein? Besonders für Studierende, aber auch alle, die Natur und ausgelassene Stimmung genießen, ist das Zurlaubener Ufer die perfekte Location. Decke ausbreiten, mit Freunden Zeit verbringen und sich dabei ein paar kalte Getränke genehmigen ist Trier Feeling pur. Aber aufgepasst: Wer auf der Wiese entspannen und die ruhige Natur genießen möchte, sollte sich das nicht für die Zeit während des Zurlaubener Heimatfestes vornehmen. Auch in diesem Jahr findet es in der ersten Julihälfte statt und bringt erneut grandiose Partystimmung mit Live-Musik, vielseitiger Gastronomie und seinem Markenzeichen, dem großen Feuerwerk.

Diese Trier Geheimtipps sind perfekt dafür geeignet, die Stadt von einer etwas anderen, ungewöhnlicheren und intimeren Seite kennenzulernen. Also: hoch die Viezkrüge und auf zur Entdeckungstour!