Bärlauch
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Bärlauch
Lebensgefährliche Vergiftungen

Vorsicht beim Sammeln von Bärlauch - Verwechslungsgefahr!

Wenn man Bärlauch sammeln möchte, ist Vorsicht geboten, da die Blätter leicht mit den hochgiftigen Blättern von Herbstzeitlosen und Maiglöckchen verwechselt werden können. So erkennst du Bärlauch!

Verwechslung führt häufig zu Vergiftungen

Bärlauch ist mit seinen gestielten, schlanken Blättern und dem milden Knoblauchgeschmack ein Klassiker in der Frühjahrsküche. Das heimische Wildkraut hat viele kulinarische Verwendungsmöglichkeiten. Ob im Risotto, im Nudelgericht oder als Pesto: Im Frühjahr wächst der Bärlauch vor allem im Schatten oder Halbschatten von Bäumen. Aus kleinen Zwiebeln treiben saftig grüne, lanzettförmige Blätter aus, die hervorragend in der Küche verwendet werden können.

Doch Vorsicht ist geboten: Verwechslungen mit giftigen Doppelgängern wie dem Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Die jungen Blätter des Bärlauchs ähneln denen der giftigen Pendants sehr, was häufig zu Verwechslungen führt. 

Da die Pflanzen zur gleichen Zeit wie der Bärlauch Saison haben, also im März und April und diese oft an ähnlichen Stellen wachsen, besteht erhöhte Verwechslungsgefahr. Laut Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, dem Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), kommt es jedes Jahr zu Vergiftungsfällen, die teilweise tödlich enden.

So unterscheidet ihr die Pflanzen

Der Stängel und die Blätter

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal bilden die Stängel: "Jedes Bärlauchblatt sprießt an einem einzelnen Stängel aus dem Boden, meist in Gruppen dicht beieinander. Bei Maiglöckchen wachsen hingegen immer zwei Blätter an einem Stängel. Bei Herbstzeitlosen wiederum entwickeln sich Stängel umfassende Blätter, das heißt die Blätter liegen zunächst eng am Stängel an und öffnen sich dann“, erklärte Verbaucherminister Hauk.

Riechtest hilft bei der Unterscheidung

Setzt eure Nase ein! Der Bärlauch, der auch als Waldknoblauch bekannt ist, hat einen unverwechselbaren Geruch. Um ihn von den giftigen Gewächsen zu unterscheiden, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung ein Laubblatt zwischen den Fingern zu zerreiben und auf den typischen knoblauchartigen Geruch zu achten. Doch Vorsicht: Haftet der Lauchgeruch von einem vorangegangenen Test noch an den Händen, kann dies zu einem falschen Ergebnis führen. Wer also Bärlauch sammelt, sollte die Pflanze mit all ihren Merkmalen gut kennen, um sie sicher von den giftigen Doppelgängern unterscheiden zu können.

Auf Nummer sicher gehen

Im Lebensmittelhandel ist Bärlauch oft Teil des saisonalen Gemüsesortiments und stammt aus kontrollierten Kulturen. Auch besteht die Möglichkeit, Pflanzen oder Samen im Fachhandel zu kaufen und selbst anzubauen. So müssen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht auf den Genuss verzichten und vermeiden ein Vergiftungsrisiko.

Unterscheidung Bärlauch Maiglöckchen Herbstzeitlose
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Unterscheidung Bärlauch Maiglöckchen Herbstzeitlose

Deshalb sind Herbstzeitlose und Maiglöckchen so gefährlich!

Herbstzeitlose und Maiglöckchen speichern in ihren Blättern Inhaltsstoffe, die nach dem Verzehr lebensgefährliche Vergiftungen auslösen können. Vergiftungsanzeichen sind Erbrechen, Krämpfe, akute Kreislaufbeschwerden und blutiger Durchfall. Diese Symptome treten bereits zwei bis sechs Stunden nach dem Essen auf. Sollte das bei euch der Fall sein, dann sucht unbedingt einen Arzt auf oder kontaktiert unverzüglich das Giftinformationszentrum in Mainz. 

Im Zweifelsfall ist es besser, auf den Verzehr selbst gesammelten Bärlauchs zu verzichten.

 

Mainz: Giftinformationszentrum Rheinland-Pfalz/Hessen
- Klinische Toxikologie -
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Notruf: 06131 192 40
Infoline: 06131 232 466

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