Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kleinkind
picture-alliance/ dpa | Thorsten Lang
Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kleinkind
So erkennst du die Krankheit

Hochansteckend: Hand-Fuß-Mund-Krankheit und die Symptome

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine virusbedingte und hochansteckende Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern unter zehn Jahren vorkommt. So erkennst du sie!

Grippeartige Symptome

Normalerweise beginnt die Erkrankung mit Fieber, Appetitlosigkeit und Hals- sowie Gliederschmerzen. Ein bis zwei Tage später entwickeln sich schmerzhafte Bläschen in der Mundhöhle. Auch die Handflächen und Fußsohlen sind von den kleinen, roten Flecken betroffen. 

Vor allem Kinder bis zu zehn Jahre infizieren sich mit dieser Krankheit. Besonders betroffen sind jedoch Kita-Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren, aber auch ältere Kinder und Erwachsene können sich mit den 15 verschiedene Enteroviren anstecken, die die Krankheit verursachen. Besonders im Spätsommer und den Herbstmonaten hat die Erkrankung ihre Hochsaison. 

Dabei kann man sich mehrmals mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit anstecken. Nach einer Erkrankung ist man zwar immun gegen den auslösenden Erreger, doch es gibt mehrere unterschiedliche Erreger, die die Krankheit auslösen können. 

Kinder, die die Erkrankung haben, sollten in der Zeit nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen. 

Nach etwa acht bis zwölf Tagen heilen die Bläschen in der Regel von selber ab und hinterlassen keine Spuren der Erkrankung. Es kann aber auch passieren, dass die Krankheit unentdeckt bleibt, da diese typischen Symptome nicht bei jedem Kind in Erscheinung treten.

Wie kann man sich anstecken?

Die Viren, die für die Krankheit sorgen, können auf mehreren Wegen direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden durch:

  • Schmierinfektion:
    Hier erfolgt die Übertragung über Nahrungsmittel oder viruskontaminierten Oberflächen durch einfaches Berühren. Die infektiösen Körpersekrete wie Stuhl oder Urin werden in den meisten Fällen durch eine mangelnde Hygiene verbreitet. Eine Übertragung durch die Hände spielt daher eine wesentliche Rolle. 
     
  • Tröpfcheninfektion:
    Die Viren werden zum Beispiel durch Husten oder Niesen, aber auch direkt durch Speichel, Sekret aus den Bläschen und Stuhl weitergegeben. 

Wichtig: Während der ersten Woche sind die infizierten Personen hochansteckend, aber auch wenn die Symptome abgeklungen und die Hand-Fuß-Mund-Krankheit überstanden ist, können die Patienten auch weiterhin sehr lange infektiös sein, da die Erreger noch für einige Wochen über den Stuhl ausgeschieden werden. Deswegen ist eine intensive Hygiene der Hände wichtig.

Des Weiteren ist der Anteil der asymptomatisch infizierten Personen (zumeist Erwachsene) sehr hoch.

Wie lange ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ansteckend?

Gleich das Wichtigste vorweg: Infizierte Personen können sehr lange ansteckend sein. Besonders ansteckend sind Patienten während der ersten Woche der Erkrankung. Der Kontakt mit den Bläschen ist dabei hochansteckend. Die Viren können auch noch nach mehreren Wochen im Stuhl ausgeschieden werden, selbst wenn die Symptome bereits abgeklungen sind. Daher können infizierte Personen sehr lange ansteckend sein.

So schützt du dich vor einer Infektion

Das Risiko einer Infektion kann durch eine strikte Hygiene reduziert werden. Insbesondere das Händewaschen mit Seife für mind. eine halbe Minute spielt bei den folgenden Situationen eine wichtige Rolle:

  • nach Toilettengang (auch des Kindes)
  • nach Wickeln
  • vor und nach Zubereitung von Essen
  • nach Niesen und Husten 
  • rohe Lebensmittel vor Verzehr abwaschen
  • engen Kontakt zu Infizierten meiden
  • Gegenstände/Oberflächen reinigen
  • nur eigenes Besteck/Geschirr verwenden
  • Handtuch/Waschlappen nicht teilen

Keine medikamentöse Behandlung nötig

In der Regel heilt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit spätestens nach zehn Tagen wieder ab und verläuft in den meisten Fällen mild und harmlos. Spezielle Medikamente werden in dieser Zeit nicht gegeben.

Lediglich die Symptome können behandelt werden. Ein leichtes Schmerzmittel hilft zur Linderung der grippeartigen Beschwerden und kann nach Rücksprache mit dem Kinderarzt zum Einsatz kommen.

Es ist wichtig zu beachten, dass das erkrankte Kind trotz der schmerzhaften Bläschen im Mund genügend trinkt (keine Obstsäfte aufgrund der Säure) und isst (Suppen, Püree oder Joghurt). Und auch wenn meist nur Kleinkinder von der hochansteckenden Krankheit betroffen sind, so sollten auch Erwachsene und ältere Kinder darauf achten, dass sie sich infizieren können.

Quelle: RKI, Netmoms

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