Babyfüße
Marjon Besteman/Pixabay
Babyfüße
Sommermonat liegt voll im Trend

In diesem Monat werden die meisten Babys geboren

Kennst du einen Monat, in dem besonders viele Menschen um dich herum Geburtstag feiern? Eine Statistik zeigt, dass ein Monat besonders heraussticht.

Der seltenste Geburtstag

Es ist wohl keine Überraschung, der seltenste Geburtstag ist der 29. Februar. Klar, er kommt auch nur alle vier Jahr vor. Aber auch die Weihnachtsfeiertage sowie Neujahr (1. Januar) sind Tage, an denen vergleichsweise selten Babys geboren werden. 

Während früher mehr Babys im Frühjahr (Februar, März und April) geboren wurden, sind es heute die Sommermonate. Laut Experten werden die Geburten im Frühjahr damit erklärt, dass die Gesellschaft stärker von der Landwirtschaft geprägt und von der Erntesaison beeinflusst war, erklärt Sebastian Klüsener, Leiter des Forschungsbereichs Demografischer Wandel und Alterung am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. War im Sommer bereits abzusehen, dass die Ernte gut ausfällt, konnte man sich ein weiteres Kind leisten, das neun Monate später zur Welt kam - im Frühjahr. Sex vor der Ehe war außerdem stärker tabuisiert. Daher wurden mehr Kinder nach der Hochzeit gezeugt. Und geheiratet wurde häufig im Sommer.

Im Juli werden die meisten Babys geboren

Seit mehreren Jahrzehnten zeigte sich ein Wandel und so ist relativ stabil der Sommermonat Juli der Monat mit den insgesamt meisten Geburten. Wer also in den kommenden Wochen ein Kind zur Welt bringt oder selbst Geburtstag feiert, liegt also voll im Trend. Denn: Seit 1990 ist der Juli im Durchschnitt der Monat mit den meisten Geburten in Deutschland

Die Gründe für die Verschiebung in den Sommer sind nicht eindeutig auszumachen. Die Hypothesen reichen vom sogenannten Weihnachtseffekt, also der Annahme, dass an den heimeligen Weihnachtsfeiertagen zumindest in christlich geprägten Regionen die Menschen mehr Sex haben als im schwitzigen Hochsommer. Der Herbst und Winter eignen sich insgesamt gut zum Kuscheln, so die These. Aber auch Faktoren wie der Schulleistungseffekt könnten durchaus eine Rolle beim Thema Fortpflanzung spielen. So tun sich jüngere Kinder laut einer Studie norwegischer Wissenschaftler tendenziell schwerer in der Klasse. Eine Geburt nach dem sogenannten "Stichtag zur Einschulung" kann somit langfristig von Vorteil sein. 

Die geburtenstärksten Monate nach Jahr:

Juli 2019: 72.660 Babys 

August 2020: 72.542 Babys

Juli 2022: 68.383 Babys

Juli 2023: 63.196 Babys

 

Geburten pro Tag:

Während sich 2018, 2019 und 2020 der Juli an die Spitze gesetzt hat, wurden 2021 und 2022 an den Tagen im September durchschnittlich die meisten Babys geboren. 2023 setzte sich wieder der Sommermonat durch. 

2021: 
Juli: 2.331 Geburten pro Tag 
August: 2.340 Geburten pro Tag 
September: 2.378 Geburten pro Tag 

2022:
Juli: 2.205 Geburten pro Jahr
September: 2.231 Geburten pro Tag

2023:
Juli: 2.038 Geburten pro Tag
September: 1.974 Geburten pro Tag

 

Quelle: dpa, Statistisches Bundesamt

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