Doch erst Wochen nach dem Unfall wurde das ganze Ausmaß seiner Verletzungen deutlich. «Vor zwei Wochen war ich in Slowenien und habe mich einer weiteren CT-Untersuchung unterzogen. Ich wusste, dass ich eine C7-Fraktur hatte, aber dann stellten wir fest, dass ich zwei weitere gebrochene Wirbel hatte. Ich bin einfach nur froh, am Leben zu sein, oder überhaupt noch stehen zu können», berichtete der zweimalige Weltmeister. Eine C7-Fraktur beschreibt einen Knochenbruch des siebten Halswirbels.
«Ein bisschen beängstigend»
Inzwischen geht es dem Ausnahmefahrer deutlich besser. «Ich habe keine Beschwerden mehr», sagte Pogacar, der sich mit Radfahren, Joggen oder Schwimmen fit hält. Allerdings müsse er weiterhin vorsichtig sein, insbesondere beim Heben schwerer Gegenstände.
«Alle sagen, ich hätte Glück gehabt», berichtete Pogacar. Je mehr er jedoch über seine Verletzungen erfahren habe, desto bewusster sei ihm deren Schwere geworden. «Es ist ehrlich gesagt ein bisschen beängstigend, darüber nachzudenken.»
Pogacar: «Diese Unfälle häufen sich»
Zugleich übte der Slowene Kritik an den Sicherheitsbedingungen im Radsport. «Diese Unfälle häufen sich», sagte Pogacar und forderte die Rennveranstalter auf, gefährliche Straßenabschnitte und Hindernisse vor allem im Zielbereich konsequenter zu vermeiden. «Wir müssen schlechte Oberflächen und Kurven auf den letzten 500 Metern, Schlaglöcher, Bremsschwellen und Kreisverkehre vermeiden», appellierte der Radstar.
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