Das war passiert
Vorausgegangen war eine im Internet heftig geführte Diskussion um eine Szene bei Gauffs Drittrundenmatch in Peking gegen die erst 16-jährige Chinesin Sun Xinran. Beim Stand von 4:5 und 15:15 im ersten Satz aus Sicht von Gauff war die Amerikanerin ans Netz gegangen und hatte nach einem schwachen Volley die Hand gehoben, um der Schiedsrichterin zu signalisieren, dass sie von wechselnden LED-Anzeigetafeln an den Seiten des Platzes irritiert worden sei.
Nach einem Videobeweis gab ihr die Schiedsrichterin recht. Gauff konnte den Punkt wiederholen, ihr Aufschlagspiel durchbringen, den ersten Satz und schließlich das Match mit 7:5, 6:1 gewinnen. Bei einem Seitenwechsel sah man die sichtlich bewegte Sun mit den Tränen kämpfen.
Gauff wehrt sich gegen Betrugs-Vorwurf
Gauff wehrte sich öffentlich gegen den Vorwurf, sie habe sich einen Vorteil erschlichen. Sie habe den Regeln entsprechend gehandelt und es am Ende sei die Entscheidung der Schiedsrichterin gewesen, schrieb die zweimalige Grand-Slam-Turniergewinnerin bei Instagram. Die Situation sei bedauerlich, aber es sei seltsam, «dass ich Hass dafür ernte, die Regeln befolgt zu haben».
Die in Atlanta aufgewachsene Gauff hatte schon in früheren Jahren öffentlich Rassismus kritisiert und diesbezüglich auf Missstände gerade in ihrer Heimat USA hingewiesen.
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