Hoeneß wettert gegen Nations League: «Witz des Jahres»
Der FC Bayern steht in der Bundesliga nicht an der Spitze. Für Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist ein Grund klar. Er teilt gegen den internationalen Fußball aus.
Der FC Bayern steht in der Bundesliga nicht an der Spitze. Für Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist ein Grund klar. Er teilt gegen den internationalen Fußball aus.
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat die internationalen Fußball-Verbände kritisiert. «Wir sind der große Leidtragende dieser langen WM. Unsere Spieler kamen ja sehr spät zurück, mussten dann in Urlaub gehen», sagte Hoeneß am Mikrofon von Bild TV. Bayern-Stars wie Harry Kane oder Michael Olise waren bis zum Schluss-Wochenende der WM dabei. Nach dem Saisonstart am 28. August sei dann schnell wegen Länderspielen wieder Pause im Club-Fußball gewesen.
«So ein alberner Wettbewerb»
Vor allem die Nations League stört Hoeneß. «Ich finde es von der UEFA eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen. Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt, dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal», sagte der 74-Jährige über die Schwierigkeiten für den FC Bayern München. In der Bundesliga-Tabelle hat der deutsche Fußball-Rekordmeister zwei Punkte Rückstand auf die Spitze.
Die Vereine müssten sich «endlich mal durchsetzen», weil die Vereine und nicht die Nationalmannschaften die Spieler bezahlten, sagte Hoeneß. «Und so ein alberner Wettbewerb wie die Nations League, die wird hier vorgenommen, das ist der Witz des Jahres.»
Präsident Hainer: Am Ende wird der FC Bayern oben stehen
Bayern-Präsident Herbert Hainer stimmte seinem Wegbegleiter zu. «Uli Hoeneß hat da sicherlich recht. Ich glaube, keine andere Mannschaft ist dermaßen belastet in der Bundesliga, aber auch international, wie wir es waren, weil wir eben fast nur Nationalspieler haben, die alle im Sommer mit ihren Mannschaften unterwegs waren», sagte Hainer. Einsätze in der Nations League und die Reiserei würden die Profis beanspruchen.
Das habe man «wahrscheinlich» auch beim 2:2 gegen den FC Augsburg gesehen, sagte Hainer bei Bild TV. «Insofern gebe ich da Uli Hoeneß absolut recht. Trotzdem bin ich der festen Überzeugung, am Ende des Tages zählt, wer zum Schluss vorne ist, und das wird der FC Bayern sein.»
© dpa-infocom, dpa:261011-930-822508/1
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten