Die Vorfreude auf die neue Saison in der 2. Fußball-Bundesliga ist bei den Fans des 1. FC Kaiserslautern mal wieder groß. Für das Auftaktspiel bei Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg am Samstag (20.30 Uhr/Sky/RTL) erhielt der viermalige deutsche Meister exakt 2.776 Karten für die rund 30.000 Zuschauer fassende Volkswagen Arena. Diese waren Ende Juli nach wenigen Minuten ausverkauft.
Weil sich viele Fans auch für die um die offiziellen Gästeblöcke liegenden Sektoren Tickets besorgt haben, können die Roten Teufel bei ihrem ersten Gastspiel in Wolfsburg seit fast 15 Jahren auf die Unterstützung von mehr als 5.000 mitreisenden Anhängern zählen.
«Unser hoher Fanzuspruch ist auch ein Thema in der Kabine. Ich bin ja noch einer von denen, die den Verein aus den ersten Jahren nach dem Aufstieg in die 2. Liga kennen. Davor war Corona, da waren die Zuschauerzahlen natürlich ganz andere», sagt Kaiserslauterns Torhüter Julian Krahl, der nach Kapitän Marlon Ritter der dienstälteste Profi im Kader ist. «Dass das Jahr für Jahr immer größer geworden ist, ist beeindruckend und macht unglaublich viel Spaß. Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung bewusst.»
Team wächst zusammen
Sportlich ist die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht noch eine Art Wundertüte. Auch wenn der 52-Jährige in diesem Sommer schon mehr Erkenntnisse gewinnen konnte als vor Beginn der vergangenen Saison. Schließlich ist dieses Mal ein Kern von Spielern aus der vergangenen Saison geblieben, die das System bereits kennen.
«Man hat in der Vorbereitung gemerkt, dass eine sehr gesunde Ruhe im Kader herrscht und wir keine großen Fragezeichen haben. Das hat geholfen, die Mannschaft von Woche zu Woche auch taktisch und systematisch weiterzuentwickeln», berichtet Lieberknecht.
Wolfsburg für Geschäftsführer Hengen der klare Aufstiegsfavorit
Trotzdem gehen die Pfälzer beim finanzstarken Bundesliga-Absteiger in Wolfsburg als Außenseiter ins Spiel. «Wolfsburg hat in diesem Sommer mit einem Plan eingekauft. Das ist natürlich eine Mannschaft, die aufgrund der Namen im Kader und der vorhandenen Struktur zu den Top-Favoriten der Liga gehört», sagt Lieberknecht.
Für Kaiserslauterns Geschäftsführer Thomas Hengen sind die Niedersachen sogar der Aufstiegskandidat Nummer eins. «Wenn ein Verein wie der VfL Wolfsburg innerhalb weniger Tage zwei Spieler für insgesamt rund 14 Millionen Euro verpflichten kann, sagt das schon Vieles aus. Dieser Club ist für mich der klare Favorit», sagt der FCK-Chef.
Dahinter werde die Liga seiner Ansicht nach wieder extrem ausgeglichen sein. «Die eine Hälfte kämpft um den Klassenerhalt, die andere um die oberen Plätze.» Der FCK will in dieser Saison auf jeden Fall zu den letztgenannten Clubs gehören.
Von Florian Reis, dpa
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