Umweltministerin will Mischwälder-Ausbau vorantreiben
Christine Schneider setzt auf Mischwälder gegen Waldbrand. Die CDU-Politikerin appelliert auch an die Bürger.
Christine Schneider setzt auf Mischwälder gegen Waldbrand. Die CDU-Politikerin appelliert auch an die Bürger.
Die neue Umweltministerin Christine Schneider sieht den Waldumbau in Rheinland-Pfalz auf einem guten Weg - und möchte ihn fortsetzen. «Nadelhölzer sind per se Brandbeschleuniger. Der Laubwaldanteil ist extrem wichtig», sagte die CDU-Politikerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Wir haben im Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass uns Mischwälder wichtig sind.»
Rheinland-Pfalz ist laut Bundeswaldinventur mit 43 Prozent waldreichstes Bundesland in Deutschland, wie es im Ministerium heißt. Rund 85 Prozent der Wälder im Bundesland seien bereits Mischwälder.
Rheinland-Pfalz ist beim Ausbau der Mischwälder «schon wirklich gut unterwegs», sagte Schneider. Die Forstverwaltungen hätten schon viel erreicht. «Wir wollen die Mischwälder weiter ausbauen, durch naturnahe Verjüngung, aber hier und da auch händisch, also mit Pflanzungen.» Der Wald müsse klimastabil ausgebaut werden, mit einem stärkeren Mix von Baumarten.
Ausbau muss zum Standort passen
«Dabei brauchen wir je nach Standort ganz andere Konzepte.» Im Norden etwa gebe es noch viele Nadelbaumbestände. «Unsere Forstbetriebe müssen vor Ort gucken, wo passt was und wo können wir welche Baumarten noch stärker voranbringen.»
Schneider appellierte zudem an die Menschen, sich extrem vorsichtig zu verhalten. «Das geht los bei der brennenden Zigarette bis zum Nachdenken darüber, wo ich mein Auto abstelle», sagte Schneider. «Wenn der Vergaser unten heiß ist und ich stelle das Auto an ein abgemähtes Stoppelfeld, dann ist da schwuppdiwupp ein Waldbrand ausgelöst.»
«Ich war in dreierlei Hinsicht fassungslos, dass es Menschen gibt, die in abgeschottetes, gesperrtes Gebiet reingehen, um wahrscheinlich am schnellsten das Video oder ein Handyfoto zu machen und damit auch die Arbeit unserer Feuerwehren, unseres Katastrophenschutzes zu behindern, sich selbst in Gefahr zu bringen.»
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