59 Prozent der älteren Beschäftigten wollen einer Umfrage zufolge früher in Rente. (Symbolbild)
Daniel Naupold/dpa
59 Prozent der älteren Beschäftigten wollen einer Umfrage zufolge früher in Rente. (Symbolbild)
«Gesundheitsreport»

Umfrage: Warum Arbeiten bis 67 für viele keine Option ist

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, was ältere Beschäftigte vom längeren Verbleib im Job abhält – und was sie umstimmen könnte.

Mehr als die Hälfte der älteren Beschäftigten in Rheinland-Pfalz möchte laut einer aktuellen Untersuchung der DAK-Gesundheit früher in Rente gehen. Demnach planen 59 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 50 Jahren einen vorzeitigen Ruhestand, wie die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands mitteilte. Damit liege Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt.

Der DAK-Gesundheitsreport «Arbeiten ab 50» zeigt zugleich: Ältere Beschäftigte fehlen seltener am Arbeitsplatz, sind aber im Krankheitsfall länger weg. Grundlage der Untersuchung waren unter anderem die Daten von rund 144.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Rheinland-Pfalz.

Der Wunsch: Gesundheit, Anerkennung - und gute Bedingungen

«Wenn sich jede und jeder zweite ältere Erwerbstätige wünscht, vorzeitig aus dem Berufsleben auszuscheiden, sollten wir genau hinhören», sagte DAK-Landeschef Rainer Lange der Mitteilung zufolge. «Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die sich Gesundheit, Anerkennung und gute Arbeitsbedingungen bis zum Ende ihres Berufslebens wünschen.»

28 Prozent der Befragten ab 50 Jahren wollen demnach bis zur regulären Altersgrenze arbeiten. Weitere 12 Prozent können sich vorstellen, darüber hinaus erwerbstätig zu bleiben. Über alle Gruppen hinweg denken 44 Prozent der Beschäftigten in Rheinland-Pfalz über einen früheren Ausstieg nach.

Für ein längeres Berufsleben wünschen sich viele bessere Bedingungen. 48 Prozent nennen eine höhere Bezahlung. 44 Prozent wünschen sich Arbeitszeiten, die stärker an ihre Lebenslage angepasst sind. Für 40 Prozent ist mehr Wertschätzung zentral. «Wer möchte, dass erfahrene Beschäftigte länger im Beruf bleiben, muss ihre Lebensrealität ernst nehmen», sagte Lange.

Seltener krank - aber länger

Beim Krankenstand zeigt sich ein gemischtes Bild: Beschäftigte ab 50 Jahren waren 2025 seltener krankgeschrieben als Jüngere. Sie kamen auf 170 Krankmeldungen je 100 Versicherte, bei den unter 50-Jährigen waren es 219 Fälle. Dafür dauerten Erkrankungen länger. Über 50-Jährige waren im Schnitt 16,9 Tage krankgeschrieben, jüngere Beschäftigte 8,5 Tage.

Eine mögliche Aktivrente stößt auf Interesse: 68 Prozent der Befragten ab 50 Jahren stehen dem Modell zwar grundsätzlich offen gegenüber, allerdings gibt es keine Mehrheit mit klarer Nutzungsabsicht. «Das Ziel sollte nicht sein, Menschen länger arbeiten zu lassen, sondern Bedingungen zu schaffen, unter denen sie länger arbeiten können und wollen», sagte Lange.

© dpa-infocom, dpa:260803-930-475593/1
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

ROXETTE mit THE LOOK

RPR1. – der beste Musikmix für Rheinland-Pfalz

RPR1. – der beste Musikmix für Rheinland-Pfalz


Es läuft:
ROXETTE mit THE LOOK