Wagner sprach über die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit.
Soeren Stache/dpa
Wagner sprach über die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit.
Fußball-Bundesliga

Trotz Niederlage bei Union: Was der SV Elversberg Mut macht

Acht Abseitsstellungen und ein unglückliches Gegentor: Was Elversberg beim 0:1 in Berlin dennoch Hoffnung für den Bundesliga-Alltag gibt.

Für Elversberg-Trainer Vincent Wagner war die Niederlage bei Union Berlin auch ein guter Realitäts-Check in Sachen öffentlicher Erwartung. «Es wird einfach eine sehr, sehr große Aufgabe für die SVE in der Bundesliga zu bestehen. Auch wenn der ein oder andere dachte, die Bäume wachsen in den Himmel, wird das nicht so sein. Dafür ist die Lücke in manchen Bereichen einfach zu groß», sagte der 40-Jährige nach dem 0:1 in der Hauptstadt. «Auf der anderen Seite, wir sind konkurrenzfähig. Ich glaube, das darf uns Mut machen.»

Zuvor hatten nur die Bayern den Aufsteiger in den ersten vier Ligaspielen der Club-Geschichte schlagen können. Auch nach der zweiten Niederlage stehen die Saarländer im Mittelfeld der Tabelle. Union war am Ende der verdiente Sieger, aber chancenlos war Elversberg auf keinen Fall.

Union sei wie erwartet mit viel Schwung ins Spiel gekommen, sagte der Trainer. «Wir haben versucht, mit kontrolliertem Ballbesitz-Fußball dagegenzuhalten. Ist uns auch in guten Phasen ordentlich gelungen. Bisschen das Tempo im Kopf hat gefehlt, was aber auch in dieser Liga nicht verwunderlich ist», erklärte Wagner ruhig. 

Elversberger Angreifer achtmal im Abseits

Besonders in Halbzeit eins endeten viele vielversprechende Gelegenheiten der SVE mit einem Abseitspfiff. Achtmal standen die Elversberger insgesamt im Abseits. «Es nervt dann irgendwann, weil es einfach unser Spiel so ein bisschen kaputtmacht, weil du einfach nicht in diese Zone reinkommst, in diese Szenen reinkommst, wo du eigentlich hin möchtest», sagte Torwart Nicolas Kristof.

Der 26-Jährige hielt einige Male stark, nach dem Seitenwechsel wurde der Druck dann groß. «Ich fand, in der zweiten Halbzeit war es dann so, dass es eine Frage der Zeit war, wann der Treffer fällt. Weil sie uns da schon sehr reingedrückt haben», sagte Kristof. Trotzdem brauchte es auch beim Berliner Tor etwas ungewollte Mithilfe der SVE. Felix Keidel, der gerade erstmals bei der Nationalmannschaft war, fälschte den Ball von Livan Burcu unhaltbar für Kristof ab.

So wollte auch Tom Zimmerschied, der zu seinem Bundesligadebüt kam, das Ergebnis nicht überbewerten mit Blick auf die Klassenerhaltschancen der SVE: «Ich glaube, hier in Berlin ist es schon ein Hexenkessel. Da werden auch andere Mannschaften noch Punkte liegen lassen.»

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