Studie: ÖPNV im Saarland «zahlt sich aus»
Wenn es um den öffentlichen Nahverkehr geht, spricht man häufig von Fahrplänen, Ticketpreisen und Kosten. Doch Busse und Bahnen im Saarland bedeuten einer Studie zufolge mehr.
Wenn es um den öffentlichen Nahverkehr geht, spricht man häufig von Fahrplänen, Ticketpreisen und Kosten. Doch Busse und Bahnen im Saarland bedeuten einer Studie zufolge mehr.
Bus und Bahn im Saarland bringen nicht nur die Menschen ans Ziel, sie sind einer Studie zufolge zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) erzeugt demnach jährlich rund 870 Millionen Euro Wertschöpfung - also einen zusätzlichen Wert etwa durch Mobilität, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse.
Jeder ausgegebene Euro für den ÖPNV bringt der saarländischen Volkswirtschaft einen fast dreimal höheren Nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene Studie der MCube Consulting GmbH zum Nutzen des öffentlichen Nahverkehrs für Wirtschaft und Gesellschaft.
Insgesamt 870 Millionen Euro Wertschöpfung im Jahr
Nach Ansicht von Mobilitätsministerin Petra Berg (SPD) wird über den ÖPNV zu häufig mit Blick auf seine Kosten diskutiert. «Die Studie setzt einen wichtigen neuen Akzent und zeigt, dass ÖPNV-Politik Investitionspolitik ist.» Der öffentliche Personennahverkehr bringe Menschen zur Arbeit und in die Ausbildung, bringe Kunden in die Innenstädte und Gäste zu touristischen Zielen.
Mit «vergleichsweise geringem Mitteleinsatz» in Höhe von 309 Millionen Euro mobilisiere der ÖPNV eine Gesamtwertschöpfung von rund 870 Millionen Euro pro Jahr. Zugleich reduziere er klimaschädliche Emissionen, Luftverschmutzung, Lärm, Flächenverbrauch und Verkehrsbelastung.
«Hartnäckig gegenüber dem Bund bleiben»
Auf Basis der Analyse empfahl Lea Merk von der MCube Consulting GmbH unter anderem, dass der ÖPNV im Saarland stärker in die strategische Wirtschaftspolitik und Regionalplanung integriert und weiter gefördert wird. Gleichzeitig habe sich gezeigt: «Der ÖPNV zahlt sich aus.»
Ministerin Berg sagte, die Untersuchung belege, dass man auch in den Diskussionen mit dem Bund «sehr, sehr hartnäckig» bleiben werden, wenn Mobilität nur auf seine Kosten reduziert werde. Zugleich biete sie eine gute Argumentationsgrundlage, dafür zu sorgen, «dass Regionalisierungsmittel steigen und dass das Thema Trassenpreise endlich vom Bund angegangen wird, damit wir in den Ländern auch künftig noch ein gutes und nachhaltiges Verkehrsangebot gewährleisten.»
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