Saarland zählt zu Gewinnern beim Finanzkraftausgleich
Das Saarland erhält laut IW-Studie pro Einwohner rund 1.400 Euro mehr durch Finanzkraftausgleich und Bundesmittel. Was das für die Region bedeutet.
Das Saarland erhält laut IW-Studie pro Einwohner rund 1.400 Euro mehr durch Finanzkraftausgleich und Bundesmittel. Was das für die Region bedeutet.
Das Saarland gehört nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu den Ländern, die besonders stark vom Finanzkraftausgleich und weiteren Bundeszahlungen profitieren. Das Saarland hat demnach pro Einwohner etwa 1.400 Euro mehr als ohne Umverteilung von Steuermitteln. Zuerst hatte die «Rheinische Post» über die IW-Studie berichtet. Betrachtet werden die Einnahmen von Ländern mitsamt Kommunen.
Zu den Profiteuren gehören zudem Bremen und Berlin sowie die fünf ostdeutschen Flächenländer. Bremen hat demnach pro Einwohner fast 2.800 Euro mehr als ohne Umverteilung. Es folgt Berlin mit 1.800 Euro. In Rheinland-Pfalz liegt der Gewinn im zweistelligen Bereich (rund 86 Euro).
Bayern ist der größte Zahler
Beim Finanzkraftausgleich werden Gelder zwischen finanzstarken und finanzschwachen Bundesländern umverteilt. So soll für annähernd gleiche Lebensverhältnisse in Deutschland gesorgt werden, wie sie das Grundgesetz vorsieht.
Hinzu kommen weitere Bundesmittel, etwa für Sozialausgaben, den Nahverkehr oder Schuldendiensthilfen. Auch diese fließen in die Untersuchung ein. Beim Finanzkraftausgleich ist Bayern der größte Zahler.
Der Freistaat musste im Jahr 2025 bei der Umsatzsteuerverteilung einen Abschlag von rund 880 Euro je Einwohner zahlen. In Hessen waren es knapp 640 Euro, in Baden-Württemberg rund 360 Euro. Insgesamt wurden auf diesem Weg rund 20 Milliarden Euro zwischen den Ländern umverteilt.
Veränderte Rangfolge
Durch die Verteilung wird die Rangfolge der Bundesländer bei der Pro-Kopf-Einnahmen-Verteilung deutlich verändert. In der Rangliste gewinnt somit das Saarland sechs Plätze (von 12 auf 6), Bayern hingegen verliert vier Plätze (von 3 auf 7).
Die Studie weist darauf hin, dass die Einnahmen nach Verteilung durch den Bund im Mittelfeld und im unteren Bereich nah beieinander liegen. Das sechstplatzierte Saarland weise einen um lediglich 9 Prozent höheren Wert auf als das Schlusslicht Rheinland-Pfalz, hieß es.
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