Saarland modernisiert gymnasiale Oberstufe
Im nächsten Jahr wechselt der erste G9-Jahrgang im Saarland in die Oberstufe. Dafür plant das Bildungsministerium diverse Änderungen. Jetzt wurden Einzelheiten der Reform vorgestellt.
Im nächsten Jahr wechselt der erste G9-Jahrgang im Saarland in die Oberstufe. Dafür plant das Bildungsministerium diverse Änderungen. Jetzt wurden Einzelheiten der Reform vorgestellt.
Drei statt zwei Leistungskurse, mehr Informatik und neue Prüfungsformate: Das sind einige der Änderungen, die das Saarland für die gymnasiale Oberstufe plant. Auch bei Politik, Geschichte und der Leistungsbewertung sind Neuerungen vorgesehen, hinzu kommt ein zusätzliches verpflichtendes Praktikum. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) stellte den entsprechenden Gesetzentwurf in Saarbrücken vor, nachdem der Ministerrat ihm zugestimmt hatte.
Bis zum 27. Oktober läuft ein Anhörungsverfahren, bei dem sich Experten oder Verbände zu den Änderungen äußern können. Die neuen Regelungen sollen zum 1. August 2027 für Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und berufliche Oberstufen greifen. Anlass ist neben Vorgaben der Kultusministerkonferenz, dass der erste G9-Jahrgang im Schuljahr 2027/28 die Oberstufe erreicht und im Jahr 2030 nach 13 statt bislang zwölf Jahren Abitur machen wird. Jetzt gehe es darum, diese Zeit zu nutzen, um Wissen zu vertiefen, sagte die Ministerin.
Es seien nicht nur formale Änderungen bei Prüfungen, sondern auch neue inhaltliche Schwerpunkte vorgesehen. «Wir werden die Berufs- und Studienorientierung und die Demokratiebildung stärken», sagte Streichert-Clivot. Schüler sollten, wenn sie die Schule verließen, in der Lage sein, selbstbestimmt zu handeln. Indem sie etwa Informationen kritisch prüfen, Quellen bewerten und ihr Wissen anwenden können. «Wir wollen, dass die jungen Menschen komplexe naturwissenschaftliche, wirtschaftliche und auch gesellschaftliche Zusammenhänge erkennen, verstehen und beurteilen können.»
Das sind einige der geplanten Änderungen:
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