Niedrigwasser bremst Bau der Pfaffendorfer Brücke
Zwei Stahlteile für die Pfaffendorfer Brücke wiegen jeweils rund 475 Tonnen und warten im Mannheimer Hafen auf den Transport. Woran hakt es?
Zwei Stahlteile für die Pfaffendorfer Brücke wiegen jeweils rund 475 Tonnen und warten im Mannheimer Hafen auf den Transport. Woran hakt es?
Der niedrige Wasserstand des Rheins verzögert den Bau der neuen Pfaffendorfer Brücke in Koblenz. Nach aktueller Einschätzung der Stadt ist ein Einhub der beiden ausstehenden Brückenteile Ende Oktober nicht möglich. Die Stadt hoffe auf eine Verbesserung der Situation im Laufe des Novembers, teilte sie mit. Wann das 311 Meter lange Bauwerk fertiggestellt wird, bleibt damit noch offen.
Die beiden Stahlbauteile wiegen jeweils rund 475 Tonnen. Sie wurden im Mannheimer Rheinauhafen vormontiert und können von dort ausschließlich per Schiff nach Koblenz transportiert werden. Die Vormontage ist nach Angaben der Stadt bereits abgeschlossen und dauerte etwa ein halbes Jahr. Wegen des niedrigen Rheinstands ist der Transport derzeit jedoch nicht möglich. Ein Transport auf der Straße sei wegen der Größe und des Gewichts der Bauteile keine Alternative.
Für die Verschiffung muss mindestens der sogenannte gleichwertige Wasserstand erreicht werden, wie die Stadt weiter informierte. Dieser dient als Richtwert, bei dem die garantierte Mindestfahrrinnentiefe noch sichergestellt ist. Am Pegel Mannheim liegt dieser Wert bei 155 Zentimetern, am Pegel Koblenz bei 77 Zentimetern. Die Stadt beobachtet die Pegelstände nach eigenen Angaben wöchentlich und auch am Wochenende, um bei einer Verbesserung kurzfristig reagieren zu können.
Der Neubau der Pfaffendorfer Brücke, einer wichtigen Verkehrsachse in Koblenz, läuft seit 2023. Die Bauzeit war ursprünglich mit rund fünf Jahren veranschlagt worden.
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