«Wir stehen an der Seite der Schule», versichert Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU). (Archivbild)
Uwe Anspach/dpa
«Wir stehen an der Seite der Schule», versichert Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU). (Archivbild)
Schule

Ministerin: Brennpunktschule muss wieder zur Ruhe kommen

Anfang Oktober will die Bildungsministerin über die eingeleiteten Schritte informieren. Wenn nötig, könnten auch noch weitere Maßnahmen an der Karolina-Burger-Realschule plus eingeleitet werden.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig sieht erste positive Anzeichen für einen Neustart an der Karolina-Burger-Realschule plus. «Die Maßnahmen beginnen langsam zu greifen und ihre Wirkung zu entfalten», sagte die CDU-Politiker im Landtag in Mainz. Nun sei es wichtig, dass die in die Schlagzeilen gekommene Brennpunktschule in Ludwigshafen wieder zur Ruhe kommt.

«Wir stehen an der Seite der Schule», versicherte die Bildungsministerin. «Wir begleiten die Karolina-Burger-Schule engmaschig.» Bei Bedarf würden auch noch weitere Maßnahmen für eine positive Entwicklung der Brennpunktschule eingeleitet. Eiling-Hütig kündigte an, am 1. Oktober im Bildungsausschuss des Landtags über die Umsetzung der eingeleiteten Schritte zu informieren.

Ministerin: Schülerschaft nicht das eigentliche Problem

Die Realschule plus geriet wiederholt wegen Polizeieinsätzen in die Schlagzeilen. Zu Beginn des neuen Schuljahrs meldete sich etwa ein Drittel der Lehrkräfte krank. Hintergrund sollen langanhaltende Differenzen innerhalb des Kollegiums und Konflikte mit dem Schulleiter sein. Die Bildungsministerin betonte zuletzt deutlich, dass die Schülerschaft nicht das eigentliche Problem an der Schule sei.

Als Konsequenz aus den Vorkommnissen wird der Schulleiter abgeordnet. Ein Mitglied der Schulleitung und eine weitere Lehrkraft werden versetzt. Für die Lehrkräfte ist nach Einzelfallprüfung eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag möglich. 

Fachleute der Schulaufsicht ADD, des Bildungsministeriums oder des pädagogischen Landesinstituts arbeiten täglich und unbefristet an und mit der Schule an neuen pädagogischen Konzepten. Zudem soll der Personalrat der Schule aufgelöst werden, weil das Gremium nach Einschätzung der Schulaufsicht seine gesetzlichen Pflichten grob verletzt hat und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit deshalb nicht mehr möglich sei.

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