Kulturminister sorgen sich um Jungen und junge Männer
Frauen- und demokratiefeindliche Inhalte landen über Social-Media-Algorithmen schnell bei jungen Männern, wie der Präsident der Kulturministerkonferenz feststellt. Das soll sich ändern.
Frauen- und demokratiefeindliche Inhalte landen über Social-Media-Algorithmen schnell bei jungen Männern, wie der Präsident der Kulturministerkonferenz feststellt. Das soll sich ändern.
Der Präsident der Kulturministerkonferenz der Länder, Sven Teuber (SPD) aus Rheinland-Pfalz, macht sich dafür stark, dass kulturelle Bildung Jungen und junge Männer besser erreicht. «Der Zugang zu kultureller Bildung ist oft erschwert, der Zugang zu Konsum und Medien dagegen leicht», sagte Teuber der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.
Über Algorithmen auf TikTok oder YouTube bekämen Jungen, die an Sport, Fitness oder Gaming interessiert seien, schnell frauen- und demokratiefeindliche Inhalte auf ihre Geräte, monierte Teuber. Gleichzeitig erreichten Kulturangebote Jungen deutlich schlechter als Mädchen.
Programme wie «Kultur macht stark» und «Demokratie leben!» müssten stärker auf diese Zielgruppe ausgerichtet werden. Schulen und Kultureinrichtungen sollten zudem enger zusammengebracht werden, vor allem in ländlichen Regionen. Eine von Rheinland-Pfalz zu dem Thema bei der Kulturministerkonferenz in Berlin eingebrachte Erklärung solle 2027 verabschiedet werden.
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