IKK-Auswertung: Deutlich mehr Endometriose-Diagnosen
Gewebe, das starke Schmerzen verursacht: Tausende Frauen leider in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an Endometriose. Warum stiegt die Zahl der Diagnosen?
Gewebe, das starke Schmerzen verursacht: Tausende Frauen leider in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an Endometriose. Warum stiegt die Zahl der Diagnosen?
Immer mehr Frauen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bekommen die Diagnose Endometriose. Im Vergleich zu 2019 sei die Zahl der Diagnosen bei der IKK Südwest 2025 um rund 45 Prozent gestiegen, teilte die Krankenkasse nach einer Analyse mit. Die Daten beziehen sich auf Versicherte der IKK Südwest
«Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter ansiedelt – beispielsweise an den Eierstöcken, der Blase, am Darm oder im Beckenraum», erklärten die Experten. Betroffene haben oft starke Schmerzen.
Chef: Endometriose darf nicht erst nach Leidensweg Thema werden
In Hessen stieg die Zahl der Diagnosen bei Versicherten der IKK Südwest von 2019 bis 2025 um 51,1 Prozent, im Saarland im gleichen Zeitraum um 49,4 Prozent und in Rheinland-Pfalz um 39,7 Prozent, hieß es. Besonders auffällig sei die Entwicklung bei Frauen zwischen 20 und 29 Jahren. Hier seien über alle drei Länder hinweg im vergangenen Jahr 91 Prozent mehr Diagnosen als 2019 gestellt worden.
«Die Entwicklung kann auf eine verbesserte Wahrnehmung und Diagnostik hindeuten», sagte Jörg Loth, Chef der IKK Südwest. «Endometriose darf aber nicht erst dann zum Thema werden, wenn Frauen einen langen Leidensweg hinter sich haben, wie wir ihn noch zu häufig erleben.»
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