DLRG: Weniger Badetote im Saarland
Laut DLRG starb im Bundesland bis inklusive Juli ein Mensch, im Vorjahreszeitraum waren es zwei. Die Retter fordern mehr Aufklärung: «Wer sich der Gefahren bewusst ist, geht seltener ins Risiko.»
Laut DLRG starb im Bundesland bis inklusive Juli ein Mensch, im Vorjahreszeitraum waren es zwei. Die Retter fordern mehr Aufklärung: «Wer sich der Gefahren bewusst ist, geht seltener ins Risiko.»
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres ist im Saarland ein Mensch ertrunken, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es zwei. Das geht aus Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit Sitz in Bad Nenndorf hervor.
Der einzige Badetote im Bundesland ertrank den Angaben zufolge im Mai 2026 in einem Fluss, er war männlich und zwischen 20 und 30 Jahre alt. Polizeiangaben zufolge handelte es sich um einen 26-Jährigen, der in der Saar bei Mettlach im Landkreis Merzig-Wadern ertrank. Taucher fanden seine Leiche am 28. Mai.
Das steckt hinter den Zahlen
Bundesweit sind laut DLRG bis einschließlich Juli mindestens 261 Menschen in den Gewässern ums Leben gekommen. Das sind nach aktuellem Stand bereits 15 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. «Insbesondere im Juni kam es zu einem dramatischen Anstieg an Unfällen. Über 100 Opfer gab es im Monat Juni zuletzt im Jahr 2003», berichtete DLRG-Präsidentin Ute Vogt.
Rund 90 Prozent der Todesfälle in Deutschland ereigneten sich in frei zugänglichen Gewässern im Binnenland. «Die Zahlen zeigen wieder einmal, dass es besonders dort lebensbedrohlich wird, wo zumeist keine Rettungskräfte vor Ort sind, die im Notfall schnell Hilfe leisten können», so Vogt.
Die allermeisten jüngeren Opfer sind männlich. DLRG-Präsidentin Vogt sieht darin eine Folge «von leichtsinnigem Verhalten – oft in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen». Bei Älteren kämen gesundheitliche Probleme dazu, bei Kindern mangelnde Schwimmkompetenz. «Wir gehen davon aus, dass weiterhin die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen abgelegt zu haben beziehungsweise das zu können.»
Das fordert die DLRG
Um die Zahl der Toten zu verringern, braucht es aus Sicht der DLRG mehr Aufklärung über die Gefahren beim Baden und Schwimmen. «Der Schlüssel zu weniger Ertrinkungsunfällen ist wie in so vielen Bereichen des Lebens das nötige Wissen. Wer sich der Gefahren bewusst ist, geht seltener ins Risiko», sagte Vogt.
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