Diese Gefahren gehen von radioaktiven Mineralien aus
Bis zu einer gewissen Strahlendosis dürfen radioaktive Mineralien privat gesammelt werden. Für die Gesundheit können die Stoffe aber gefährlich werden.
Bis zu einer gewissen Strahlendosis dürfen radioaktive Mineralien privat gesammelt werden. Für die Gesundheit können die Stoffe aber gefährlich werden.
Radioaktive Mineralien, wie sie im Saarland ein Mann in seiner Wohnung gelagert haben soll, enthalten natürliche radioaktive Isotope aus den Zerfallsreihen von Uran oder Thorium. Sie senden radioaktive Strahlung aus und setzen außerdem das radioaktive Gas Radon frei. Pechblende (Uraninit) ist das wichtigste und am stärksten strahlende Uranerz.
Die größte Gefahr, die nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums von radioaktiven Mineralien ausgeht, ist das Radon-Gas. In geschlossenen Räumen reichert es sich demnach an und erhöht das Lungenkrebsrisiko, wenn es eingeatmet wird. Das Edelgas entstehe beim Zerfall von Uran über das Zwischenprodukt Radium.
Wenn stark strahlende Mineralien gelagert werden, können sie zudem die Umgebungsstrahlung im direkten Umkreis deutlich erhöhen, so das Ministerium. Eine besondere Gefahr ist die Gammastrahlung, die demnach tief ins Gewebe eindringen kann.
Auch das Verschlucken oder Einatmen von Mineralstaub birgt Risiken. Mineralien wie Uranglimmer oder Uranophan (sogenannte Sekundärminerale) sind den Angaben zufolge staubig und können leicht abbröckeln.Über die Hände kommen demnach kleinste Teilchen in den Mund oder die Lunge und richten dann von innen Schaden am Körper an.
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