Es sei keine bequeme Geschichte, die Autorin Bazyar in ihrem nun so bekanntgewordenen Roman «Die Lücken» erzähle, sagt Minister Sven Teuber. (Archivbild)
Helmut Fricke/dpa
Es sei keine bequeme Geschichte, die Autorin Bazyar in ihrem nun so bekanntgewordenen Roman «Die Lücken» erzähle, sagt Minister Sven Teuber. (Archivbild)
Auszeichnung

Deutscher Buchpreis für Shida Bazyar macht Minister stolz

Die Geschichte des Romans «Die Lücken» müsse man hören, meint der SPD-Politiker Sven Teuber.

Der mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnete Roman «Die Lücken» der rheinland-pfälzischen Schriftstellerin Shida Bazyar erzählt nach Ansicht von Kulturminister Sven Teuber «keine bequeme Geschichte, aber eine, die wir hören müssen». «Wer dieses Buch liest, denkt anders über Heimat nach», sagte der SPD-Politiker. 

Bazyar wurde 1988 in Hermeskeil im Hunsrück geboren. Schauplatz des Buches in ein fiktiver Ort namens Heimesbach, der an den Geburtsort der Autorin angelehnt ist. Die Ich-Erzählerin starb bei einem Verkehrsunfall. Seither gelangte sie an Wissen über den Ort aus der Nazi-Zeit und wird von «Göttern» wieder dorthin geschickt, wohin sie als zehn Jahre altes Mädchen mit ihrer älteren Schwester und Eltern kam - als Flüchtlingsfamilie. 

Erzählt wird von jüdischen Familien, von NS-Profiteuren sowie von kurdischen und iranischen Menschen, die in Deutschland Schutz und Zuflucht suchen. Es werden verschwiegene Kapitel deutscher Vergangenheit thematisiert, in dem rund 500 Seiten langen Roman geht es um Lügen, Rassismus und Verdrängung. 

Dass die Autorin des Romans des Jahres gebürtige Rheinland-Pfälzerin ist und aus Hermeskeil kommt, «sollte uns alle stolz machen», sagte Minister Teuber.

© dpa-infocom, dpa:261006-930-796285/1
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