Cannabisplantagen ausgehoben - acht Menschen festgenommen
Eine Zollkontrolle ist der Ausgangspunkt der Ermittlungen: Jetzt haben Behörden fünf Cannabisplantagen ausgehoben. Dabei haben sie nicht nur Marihuana gefunden.
Eine Zollkontrolle ist der Ausgangspunkt der Ermittlungen: Jetzt haben Behörden fünf Cannabisplantagen ausgehoben. Dabei haben sie nicht nur Marihuana gefunden.
Der Zoll hat acht Menschen wegen des Verdachts des Anbaus und Handels mit Cannabis festgenommen. «Die Tatverdächtigen im Alter von 22 bis 54 Jahren sollen hierbei leerstehende Gebäude für den Betrieb von illegalen Cannabisplantagen genutzt und das Marihuana in der Großregion sowie in Frankreich vertrieben haben», hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken und des Zollfahndungsamts Frankfurt.
Am Dienstag seien fünf illegale Cannabisplantagen mit insgesamt mehr als 2.300 Cannabispflanzen ausgehoben worden. Es seien elf Wohn- und Geschäftsadressen im Saarland und im rheinland-pfälzischen Teil des Nordpfälzer Berglands durchsucht worden, hieß es. Dabei seien 33 Kilogramm Amphetamin, 11,5 Kilogramm Marihuana, ein Kilogramm Haschisch, 1,2 Kilogramm MDMA und 500 Gramm Ecstasy-Tabletten gefunden worden. Zudem stellten die Ermittler laut Mitteilung Schreckschuss-, Druckluft und eine weitere Schusswaffe sowie Bargeld sicher.
Zollkontrolle in Pirmasens im Mai Auslöser der Ermittlungen
Ausgangspunkt der Ermittlungen sei eine Zollkontrolle im Mai in Pirmasens gewesen, teilten die Behörden mit. «Hier wurde ein mutmaßlicher Tatbeteiligter festgenommen, nachdem im Kofferraum seines Autos rund 20 Kilogramm Marihuana festgestellt wurde.» Ermittlungen hätten ergeben, dass in Frankreich ebenfalls gegen die Tätergruppierung ermittelt werde. «Im Großraum Grand Est wurden zeitgleich zu den Maßnahmen in Deutschland mehrere Durchsuchungsbeschlüsse und 13 Festnahmen vollzogen», hieß es.
Die acht in Deutschland Festgenommenen seien einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. In einem Fall sei der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, die anderen sieben seien nun in Untersuchungshaft.
© dpa-infocom, dpa:261105-930-948128/1
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