Bekommen unsere Hochschulen einen Exzellenz-Titel?
Mit dem Namen «Exzellenzuniversität» ist hohes Ansehen und viel Geld verbunden. Auch Unis aus Hessen und Rheinland-Pfalz bewerben sich. Die Entscheidung fällt in Bonn.
Mit dem Namen «Exzellenzuniversität» ist hohes Ansehen und viel Geld verbunden. Auch Unis aus Hessen und Rheinland-Pfalz bewerben sich. Die Entscheidung fällt in Bonn.
Steigen Unis aus Hessen und Rheinland-Pfalz auf in Riege der besten Hochschulen Deutschlands? In Bonn wird am Freitagnachmittag verkündet, wer sich künftig neu «Exzellenzuniversität» nennen darf. Mit dem Titel ist hohes Ansehen und viel Geld verbunden.
Zehn Hochschulen oder Verbünde sind bereits Teil der Förderung: Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe und Tübingen. München ist gleich zweimal vertreten sowie ein Verbund dreier Hochschulen in Berlin.
Hessen oder Rheinland-Pfalz sind bislang nicht vertreten. Nun können fünf Hochschulen oder Verbünde neu in das Förderprogramm aufgenommen werden. Aus Hessen und Rheinland-Pfalz gehen zwei Kooperationen ins Rennen: eine in Mittelhessen und eine im Rhein-Main-Gebiet, an der auch Mainz beteiligt ist.
Bundesweit haben sich elf Kandidaten beworben. Neben den genannten gibt es Bewerbungen aus Bochum/Dortmund, Bremen/Oldenburg, Freiburg, Jena, Kiel, Köln, Würzburg sowie zwei aus Hannover. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CDU) verkündet die Entscheidung um 16.00 Uhr in Bonn.
Was es mit der Exzellenzstrategie auf sich hat
Die sogenannte Exzellenzstrategie ist ein gemeinsames Förderprogramm von Bund und Ländern. Ziel ist, die Spitzenforschung an deutschen Hochschulen stärken. Das Programm besteht aus zwei Teilen: den Exzellenzclustern und den Exzellenzuniversitäten.
Bei den Clustern fördern Bund und Länder international wettbewerbsfähige Forschungsfelder. Wer ab 2026 dabei ist, wurde bereits im vergangenen Jahr entschieden. Aus Hessen wurden sechs Cluster in das Programm aufgenommen, aus Rheinland-Pfalz eines.
Es locken bis zu 28 Millionen Euro pro Jahr
Nach Einschätzung des hessischen Wissenschaftsministeriums handelt es sich um «den wichtigsten Wettbewerb im deutschen Wissenschaftssystem». Die Exzellenzverbünde seien «Talentmagnete», die kluge Köpfe aus der ganzen Welt anzögen. «Hessen ist im Wettbewerb sehr gut positioniert», hieß es im Vorfeld.
Der Exzellenztitel bringt den Universitäten neben hohem internationalem Renommee viel Geld: Die Sieger können über sieben Jahre jeweils bis zu 28 Millionen Euro pro Jahr erhalten.
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