Huthi-Rebellen melden Angriffe in Saudi-Arabien und im Jemen
Die islamistische Huthi-Miliz meldet Angriffe auf eine saudische Raffinerie und auf eine Hafenanlage im Jemen. Es gibt Berichte über Schäden und Opfer.
Die islamistische Huthi-Miliz meldet Angriffe auf eine saudische Raffinerie und auf eine Hafenanlage im Jemen. Es gibt Berichte über Schäden und Opfer.
Die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen verschärfen sich weiter. Die islamistischen Rebellen haben nach eigenen Angaben eine Raffinerie des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco im Südwesten Saudi-Arabiens in der Region Dschasan attackiert. Bei einem weiteren Angriff der Huthi-Miliz im Jemen - auf einen Hafen nahe der wichtige Meerenge Bab al-Mandab - sind laut Angaben aus jemenitischen Regierungskreisen mindestens 7 Menschen getötet und 20 verletzt worden. Unter den Toten seien drei Zivilisten und vier Militärangehörige.
Saudi-Arabien meldet Feuer an Aramco-Anlage
Der Drohnenangriff auf die saudische Ölraffinerie sei ein «präziser Treffer» gewesen, erklärte ein Militärsprecher der Huthi. Die Miliz begründete den Angriff mit einer angeblichen Verletzung des Luftraums im Jemen durch saudische Drohnen. Das saudische Energieministerium bestätigte, dass an einer Aramco-Anlage in Dschasan ein Feuer ausgebrochen sei. Einsatzkräfte hätten den Brand gelöscht, Verletzte habe es nicht gegeben. Zur Brandursache machte das Ministerium keine Angaben.
Berichte über zahlreiche Opfer bei Huthi-Angriff im Jemen
Bei dem Angriff im Westen des Jemen sprachen die Huthi-Rebellen von einer großangelegten Militäroperation. Dabei seien zahlreiche Raketen und Drohnen gegen Truppenansammlungen und Waffenlager in der von der Regierung kontrollierten Region Mocha eingesetzt worden, hieß es in der Stellungnahme. Waffen und Ausrüstung seien den Angaben zufolge zerstört und Dutzende Menschen verletzt oder getötet worden.
Auch ein Mitarbeiter des jemenitischen Informationsministeriums bestätigte den Angriff und berichtete der Nachrichtenagentur dpa von Sachschäden an Hafenanlagen. Zuvor hatte es bereits entsprechende Medienberichte gegeben. Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete zudem, ein mit Sprengstoff beladenes Boot der Huthi-Miliz, das versucht habe, den Hafen von Mocha anzugreifen, sei von Regierungstruppen zurückgedrängt worden.
Saudi-Arabien und die Huthi auf Konfrontationskurs
Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit Jahren gegen die Huthi-Miliz. Diese hatte den Jemen, ein armes Land auf der Arabischen Halbinsel, 2014 förmlich überrannt und in einen Bürgerkrieg gestürzt. 2022 trat in dem Konflikt eine Waffenruhe in Kraft, kleinere Gefechte gab es allerdings weiterhin.
Im Zuge des Iran-Kriegs spitzt sich der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz erneut zu. Mit Luftangriffen auf die von der Miliz kontrollierte Hauptstadt Sanaa war er vor einigen Wochen aufs Neue eskaliert. Jüngst griffen die Huthi auch mehrere saudi-arabische Schiffe an oder zwangen sie zu Kurswechseln. In der Nacht zu Freitag attackierten die Islamisten Ziele in Saudi-Arabien, dabei wurden mindestens elf Menschen verletzt. Bei weiteren Huthi-Angriffen in der jemenitischen Provinz Marib wurden nach Regierungsangaben mindestens zwei Zivilisten getötet.
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