Sänger Conor Mason bei Rock im Park 2023.
Daniel Vogl/dpa
Sänger Conor Mason bei Rock im Park 2023.
Fünftes Album der Briten

Zurück zu den Anfängen: Neues Album von Nothing But Thieves

Mit «Dead Club City» gelang Nothing But Thieves ein Nummer-eins-Album. Statt daran anzuknüpfen, vollziehen die Briten auf ihrem fünften Werk eine musikalische Kehrtwende.

In ihrer Heimat Großbritannien sind Nothing But Thieves längst Topstars. Mit einer Mischung aus Indie-Rock und Elektro-Pop erspielte sich die 2012 in Essex gegründete Rockband eine Fangemeinde, die auch jenseits der Insel stetig wächst. Drei Jahre nach «Dead Club City» - ihrem Nummer-eins-Album in Großbritannien - veröffentlichen die Briten nun ihr fünftes Studiowerk.

Rückkehr zu den musikalischen Anfängen

Es ist kein Zufall, dass das Album in den Angelic Studios eingespielt wurde. Dort entstand auch das Debüt von Nothing But Thieves. Und auf «Stray Dogs» kehrt das Quintett zu seinen Anfängen zurück. Statt des elektronisch geprägten Sounds des Vorgängers setzt die Band diesmal auf einen raueren, organischeren und bewusst weniger perfekten Rocksound.

Der Stilwechsel wird schon im rifflastigen Opener und Titelsong deutlich - mit übersteuertem Gesang, krachenden E-Gitarren und wuchtigen Drums. Ziel war es nach Angaben der Band, die Energie ihrer Livekonzerte im Studio einzufangen. Kleine Unsauberkeiten wurden dabei nicht nur toleriert, sondern waren durchaus gewollt. Die Produktion übernahm Gitarrist Dominic Craik.

Songs für die Bühne

Auch das hymnische «Evolution» ist ganz auf die Bühne zugeschnitten. Der Song steigert sich aus einem zurückgenommenen Beginn in einen druckvollen Refrain. Das abschließende «A Different Kind of Happiness» wechselt zwischen filigranen Gitarrenpassagen und aggressivem Rock hin und her.

Die Abkehr vom Erfolgsrezept des Vorgängers ist aller Ehren wert. «Stray Dogs» klingt nicht wie der kalkulierte Versuch, den Nummer-eins-Erfolg von «Dead Club City» zu wiederholen. Stattdessen besinnen sich Nothing But Thieves überzeugend auf ihre größte Stärke: die unmittelbare Wucht einer Rockband, die entsteht, wenn die Musiker gemeinsam in einem Raum spielen.

Deutschland-Konzerte im Januar

Für 2027 haben Nothing But Thieves ihre bislang größte Tournee gebucht. Dabei stehen auch fünf Konzerte in Deutschland auf dem Programm: in Köln (13.1.), München (20.1.), Ludwigsburg (27.1.), Berlin (29.1.) und Hamburg (30.1.).

Von Philip Dethlefs, dpa
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