Als Frontmann der US-Band The Killers verzückt Brandon Flowers seine Fans mit emotionsgeladenen Hymnen. In den 25 Jahren ihres Bestehens hat sich die Gruppe aus Las Vegas von einer Alternative-Rockband zur Stadionrock-Größe entwickelt. Ihr mitreißender, vielseitiger Sound hat heute mehr mit Fleetwood Mac und Bruce Springsteen gemein als mit ihren eigenen musikalischen Anfängen.
Nun schlägt der Sänger eine für ihn neue Richtung ein. Auf seinem neuen Soloalbum lässt sich Flowers von akustischen und Pedal-Steel-Gitarren, Mundharmonika und Streichern begleiten. Mit «Thrasher» wagt sich der 45-Jährige erstmals an ein ganzes Country-Album. Aufgenommen wurde es natürlich in der Country-Hochburg Nashville.
«Musik meines Vaters»
«Je älter ich geworden bin, desto mehr habe ich zur Musik meines Vaters - dem "Country-Western" - zurückgefunden», sagte Flowers, der sämtliche Songs allein schrieb, anlässlich der Albumveröffentlichung. «Dabei habe ich entdeckt, dass diese wunderschöne amerikanische Tradition wie geschaffen ist für die Geschichten, die ich in mir trage.»
Und Geschichten zu erzählen, das ist eine Spezialität von Flowers, der sich längst als einer der begabtesten Songwriter seiner Generation etabliert hat. Je persönlicher seine Texte mit den Jahren wurden, desto besser und ergreifender waren sie.
«Früher dachte ich immer, dass das, was ich erlebt habe, nicht interessant genug wäre», so Flowers. «Ich musste erst einiges vom Leben mitbekommen, bevor mir klar wurde, dass meine Geschichte nie nur meine eigene war. Andere Menschen haben genau diese Dinge auch gefühlt. Wenn ich darüber Songs schreibe, hilft mir das einfach, allem einen Sinn zu geben.»