Schwesig: «Beim Tanzen lasse ich mich führen»
Beim Tanzen lässt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gern los, im Berufsleben gibt sie den Ton an. Warum sie trotzdem lieber Menschen im Land trifft als in langen Beratungen sitzt.
Beim Tanzen lässt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gern los, im Berufsleben gibt sie den Ton an. Warum sie trotzdem lieber Menschen im Land trifft als in langen Beratungen sitzt.
Beim Tanzen kann Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Kontrolle fahren lassen. Gibt die SPD-Politikerin in ihrem Berufsleben sonst stets den Ton an, sagte sie in der Talkshow «3 nach 9» zu ihrer Leidenschaft Tanzen: «Ich lasse mich von meinem Mann führen und das klappt - ohne Anweisung.»
Bis fünf Kilometer Joggen geht locker
Schwesig, die seit 2017 die Landesregierung im Nordosten anführt, liebt auch das Joggen, versucht dies auch zweimal pro Woche umzusetzen. Auf die Frage, bis zu welchem Kilometer sie beim Joggen noch lächeln könne, sagte sie: «Also ich würde sagen, entspannt lächeln bis 5 - und alles andere tue ich mir dann auch gar nicht an.»
Generell sei sie viel lieber mit Menschen unterwegs als in irgendwelchen langwierigen Beratungen, veranstalte deshalb auch regelmäßig Bürgerdialoge. Und gerade auf dem Land mit den weiten Wegen seien dort die Spritpreise derzeit das Aufreger-Thema schlechthin. Sie seien ihrer Meinung nach auch ein Grund, warum bei der Landtagswahl so viele Menschen die AfD gewählt haben.
Merz' Auftritt ging an den Leuten vorbei
«Das können wir vielleicht selber nicht gut finden, aber man muss schon die realen Probleme der Leute ernst nehmen», sagte Schwesig. Und mit Blick auf den «Weiter so»-Auftritt von Kanzler Friedrich Merz (CDU) kurz nach Schließung der Wahllokale meinte sie: «Das geht an den Leuten vorbei.»
Eigentlich habe sie gar nicht Politikerin werden wollen. Das sei vielmehr über das Ehrenamt gekommen. Sie sei schon als Jugendliche engagiert gewesen, habe getanzt, Kinder trainiert und deutsch-polnische Ferienlager betreut. «Nach der Wende wusste ich gar nicht, was Ministerpräsidentin ist und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, das zu machen», sagte Schwesig.
© dpa-infocom, dpa:261003-930-784033/1
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten