Merkel signiert Kunstpostkarten im Bode-Museum neben dem Maler ihres dort ausgestellten Porträts, Jérémie Queyras.
Carsten Koall/dpa
Merkel signiert Kunstpostkarten im Bode-Museum neben dem Maler ihres dort ausgestellten Porträts, Jérémie Queyras.
Porträt der Ex-Kanzlerin

Lange Schlange: Merkel signiert im Museum

Seit rund drei Monaten hängt ihr Porträt auf der Museumsinsel. Nun hat die frühere Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Postkarten des Gemäldes signiert. Das Interesse war groß.

Drei Monate nach Enthüllung ihres Porträts hat die frühere Kanzlerin Angela Merkel (72) Autogramme auf der Berliner Museumsinsel gegeben. Im Bode-Museum signierte sie Kunstpostkarten mit dem Porträtmotiv. Das Interesse war groß. Vor dem Signiertisch bildete sich eine Menschenschlange, die bis vor den Museumseingang reichte. Einige standen eigenen Angaben zufolge aber ausschließlich für die Ausstellung an. 

Nach Angaben eines Museumssprechers gab es insgesamt rund 450 Tickets für die Signierstunde. Etwa 300 davon habe man vorab buchen können, sie seien innerhalb von Stunden ausgebucht gewesen. 

Merkel signierte an einem Tisch mit dem Gemälde im Hintergrund. Neben der einstigen Kanzlerin saß der Maler des Porträts, Jérémie Queyras.

Besucherzahlen haben sich verdoppelt

Seitdem das Gemälde Ende Juni enthüllt worden war, hatten sich die Besuchzahlen im Museum fast verdoppelt. Eigentlich sollte das Porträt nur bis jetzt ausgestellt werden und dann als Leihgabe an das Bundeskanzleramt gehen. Die Ausstellungsdauer wurde aber bis zum 3. Januar 2027 verlängert.

Merkel hatte sich lange Zeit gelassen, bis sie sich für einen Künstler entschied. Gemalt wurde das Porträt nun von dem Künstler Queyras. Der noch junge Künstler stammt aus einer Freiburger Musikerfamilie und hatte sich bei Merkel 2022 handschriftlich beworben.

Das Gemälde zeigt die frühere Kanzlerin mit leuchtend blauem Blazer vor goldbraunem Hintergrund. Gemalt wurde sie stehend bis zu den Knien, die Hand hat sie auf einer Stuhllehne abgelegt.

Bei der Enthüllung des Bildes hatte Merkel erklärt, dass sie sich mit dem Porträt Zeit lassen wollte. «Ich brauchte Abstand», sagte sie damals. Das Porträt sollte kein Punkt auf einer abzuarbeitenden To-do-Liste werden, «sondern ich wollte Freude an einem solchen Vorgang haben». Merkel war 16 Jahre lang Bundeskanzlerin, von 2005 bis 2021.

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