Maaßen begründet Hetzjagd-Aussagen

Verfassungsschutz-Präsident Maaßen hat seine Äußerungen im Zusammenhang mit fremdenfeindlichen Vorgängen in Chemnitz mit der Sorge vor einer Desinformationskampagne begründet.

In seinem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden vierseitigen Bericht an Innenminister Horst Seehofer  erhebt Maaßen schwere Vorwürfe gegen den Twitter-Nutzer «Antifa Zeckenbiss». Es sei davon auszugehen, dass dieser das Video, das eine «Hetzjagd» belegen sollte, vorsätzlich mit der falschen Überschrift «Menschenjagd in Chemnitz» versehen habe, «um eine bestimmte Wirkung zu erzielen».

Maaßen nimmt in seinem Schreiben zu sechs Fragen des Innenministeriums Stellung - es geht um ihm vorliegende Belege oder Indizien, die aus seiner Sicht für eine «Nichtauthentizität» des 19-sekündigen Bildmaterials sprechen.

In seinen Ausführungen äußert sich Maaßen ausführlich zu den Beweg- und Hintergründen seines Interviews in der «Bild»-Zeitung vom 7. September.

Heute muss sich Maaßen den Fragen von Geheimdienstkontrolleuren und Innenpolitikern im Bundestag stellen.

Quelle:dpa

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