Hundewelpen schleppen gefährliches Virus ein

Sie sehen niedlich aus, doch sie bringen eine tödliche Gefahr mit sich: Ungeimpfte Hundewelpen werden illegal über die Grenze geschmuggelt und schleppen dabei ein gefährliches Virus mit sich.

Hochinfektiöse Erkrankung

Akut betroffen von dem Problem ist aktuell die Region Wetzlar.  In Leun, im Lahn-Dill-Kreis, sind unlängst zahlreiche infizierte Welpen eingetroffen, wie Focus unter Berufung auf die Wetzlaer Neue Zeitung berichtet.  Die Hunde leiden an Parvovirose – einer hochinfektiösen und extrem aggressiven Erkrankung. Dies bestätigte auch die Stadt Wetzlar.  Schon mehrere Tiere sind bereits an der Krankheit gestorben.

 

Verbreitung außerhalb des Lahn-Dill-Kreises möglich

Gegenüber der Wetzlaer Neue Zeitung  erklärte Giuseppe Bosco vom Veterinäramt Herborn, dass die Krankheit über Schleimhäute übertragen wird. Bei verstorbenen Welpen sei mit großer Wahrscheinlichkeit kein Impfschutz vorhanden gewesen. Sie könnten sich durch Schnuppern am Hundekot von erkrankten Tieren angesteckt haben.

Laut Bosco ist bisher jedoch nicht bewiesen, dass die Krankheit ausschließlich aus dem Ausland eingeschleppt wird. Auch hierzulande ist Parvovirose verbreitet. Da die Erkrankung nicht meldepflichtig ist, kann nicht bestimmt werden, ob auch Hunde außerhalb des Lahn-Dill-Kreises betroffen sind.

 

Quelle: Focus