Mehr Brücken an Autobahnen erhalten die Schulnote sechs

Die Bundesregierung hat eingestanden, dass der schlechte Zustand vieler älterer Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen zu einer Sicherheitsgefahr werden kann.

"Aufgrund der Altersstruktur der Straßen- und Brückensubstanz und der schnellen Entwicklung des Verkehrsaufkommens, insbesondere des Schwerverkehrs mit erheblich gestiegenen Gesamtgewichten, sind bei älteren Brücken die Tragreserven allmählich aufgebraucht", heißt es in der Antwort des Verkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Sie liegt der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vor.

Demnach sind 2506 Brücken und Teilbauwerke an Autobahnen und Bundesstraßen dringend sanierungsbedürftig. Dem Papier zufolge hat sich der Zustand der sanierungsbedürftigsten Brücken an Bundesfernstraßen im laufenden Jahr sogar weiter verschlechtert. Erhielten 2018 noch gut 516.000 Brücken-Quadratmeter die Schulnote sechs, waren es 2019 bereits 533.000 Quadratmeter.

Der schlechte Zustand der Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen wird seit Jahren beklagt, doch der Bund kommt mit der Sanierung nur schleppend voran.

(Quelle: dpa)