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Empörung über Greenpeace-Aktion bei EM-Spiel

Die Bundesregierung hat die missglückte Greenpeace-Protestaktion im Münchner EM-Stadion scharf kritisiert.

Das sei eine unverantwortliche Aktion gewesen, die Menschen in große Gefahr gebracht habe, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Aktion sei zwar «Gott sei Dank einigermaßen glimpflich» ausgegangen, trotzdem sollten die Verantwortlichen «schon selbstkritisch den Sinn solcher Aktionen hinterfragen, bei denen es um maximales Spektakel für maximale PR-Wirkung» gehe, sagte Seibert.

Kurz vor dem Anpfiff des EM-Spiels zwischen Deutschland und Frankreich am Dienstagabend hatte ein Motorschirm-Flieger sich selbst und die Fans in der Arena mit einer Notlandung im Stadion in Gefahr gebracht. Zwei Männer wurden verletzt. Hinter der Aktion stand die Umweltorganisation Greenpeace, die damit gegen den Sponsor Volkswagen protestieren wollte.

Bayerns Innenminister Herrmann kündigte an, die bayerische Polizei werde bei den kommenden drei EM-Spielen die Luftüberwachung verstärken, insbesondere zusammen mit der Hubschrauberstaffel.

«Es hätte ganz anders ausgehen können, auch für den Piloten», betonte Herrmann. «Wenn die Polizei zur Einschätzung gelangt wäre, dass es sich um einen Terroranschlag handelt, hätte er das mit dem Leben bezahlen müssen. Die eingesetzten Scharfschützen hatten ihn bereits im Visier.»

Quelle: dpa

 

 

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