Klöckner gibt den CDU-Landesvorsitz ab

Julia Klöckner will nicht mehr als CDU-Landesvorsitzende in Rheinland-Pfalz antreten.

Klöckner tritt nach Wahlschlappe nicht mehr an

Bei der Vorstandswahl am 20. November werde sie nicht mehr für das Amt kandidieren, teilte die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Bundeslandwirtschaftsministerin nach einer Vorstandssitzung gestern Abend in Mainz mit. Das habe sie bereits vor einiger Zeit mit ihrer Familie besprochen. Sie wolle damit nach einer Dekade unter ihrem Vorsitz eine Erneuerung der Partei anstossen.

Die 48-jährige Klöckner war bei der Bundestagswahl am Sonntag als CDU-Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz angetreten. Bei der Abstimmung stürzte die Union im Bund auf das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ab. Klöckner unterlag in ihrem Wahlkreis Kreuznach ihrem SPD Kontrahenten Joe Weingarten, zieht aber über die Landesliste ihrer Partei in den Bundestag in Berlin ein.

Der Bundestrend habe sich massiv auch auf die Wahlkreisergebnisse in Rheinland-Pfalz ausgewirkt, hatte sie nach der Wahl erklärt. Am Abend forderte Klöckner, ein neuer Landesvorsitzender oder eine neue Landesvorsitzende müsse breit getragen werden. Sie habe dem

Landesvorstand vorgeschlagen, «dass wir unter aktivem Einbezug unserer kommunalen Verbände und Regionen gemeinsam miteinander besprechen, wie wir uns inhaltlich und personell am besten neu aufstellen», hieß es.

 

Quelle: dpa