Viele Opfer bei Massenpanik in Israel

Bei einer Massenpanik auf einem jüdischen Fest im Norden Israels sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen.

Ein Sprecher des Rettungsdienstes Magen David Adom sprach am frühen Freitagmorgen von einer «unfassbaren Katastrophe». Rund 150 Menschen wurden verletzt, viele lebensgefährlich.

Die Zeitung «Haaretz» berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, die Panik sei entstanden, nachdem Menschen auf Treppen ausgerutscht und hingefallen waren.

Israels Präsident Reuven Rivlin schrieb bei Twitter, er verfolge die Berichte aus dem Ort Meron und bete für die Genesung der Verletzten.

Tausende Ultraorthodoxe hatten in Meron den jüdischen Feiertag Lag Baomer begangen. In sozialen Netzwerken war vor dem Unglück in Videos zu sehen, wie die Menschen dicht gedrängt und ausgelassen sangen, tanzten und hüpften. Lag Baomer ist ein Fest, bei dem unter anderem an den jüdischen Aufstand gegen die römischen Besatzer unter Rebellenführer Bar Kochba im Jahre 132 erinnert wird.

Quelle: dpa