Kükentöten: Ausstiegsziel der Bundesregierung wackelt offenbar

Die Geflügelwirtschaft in Deutschland strebt offenbar zunächst nur einen Teilausstieg aus dem umstrittenen Töten männlicher Küken an.

Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Damit wäre die Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, das millionenfache Töten 2021 zu beenden, hinfällig. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch spricht von Täuschung und fordert die Bundesregierung auf, das Kükentöten per Verbot komplett zu beenden. Bei der Kritik beruft sich Foodwatch auf ein internes Papier des Zentralverbandes der Geflügelwirtschaft.

In dem Papier stellt der Lobbyverband zwar einen Ausstieg aus dem Kükentöten bis zum 1. Januar 2022 in Aussicht - das hatte zuletzt auch Klöckner angekündigt. Der Ausstieg soll aber nicht komplett, sondern zunächst nur im Bereich der sogenannten Schaleneier vollzogen werden. Das sind die Eier, die Verbraucher im Karton im Supermarkt kaufen. Im Bereich der verarbeiteten Eier etwa für Gebäck oder Nudeln soll das Kükentöten zunächst weitergehen.

(Quelle: dpa)

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